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Sieger in Fesseln : Christuszeugnisse aus Lagern und Gefängnissen / herausgegeben von Konrad Hofmann, Reinhold Schneider, Erik Wolf
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11. November

Heute nacht lag ich eine Stunde wach und hatte viele Fragen an Gott zu stellen. Die waren nicht aus Anfechtung gestellt, nur in der Sehnsucht nach Antwort. Und mit einemmal klangen die Zeilen aus einem langvergessenen ( englischen?) Lied des Berliner Ostens in mir auf, so daß sie mich still­ten: ,, O daß du könntest glauben, du würdest Wunder sehn! Es würde dir dein Jesus allzeit zur Seite stehn." Und die heutige Losung setzte die Tröstung der gestrigen fort. Und als Letztes: sag Dir auch mal wieder unser beider Lied auf: ,, Auf den Nebel folgt die Sonn'!"

13. November

Am Sonntag habe ich eine rechte Freude gehabt, indem ich mit Kim über Indiens Straßen zog. Was kann doch in solcher Zelle alles ,, durch das La­byrinth der Brust" wandern, vom Wort Gottes an bis zu den Wegen der Lamas und ihrer Schüler! Und über dem allem steht das Geheimnis der Herrschaft Gottes genau so wie über unserer Ehe. Die Geborgenheit, die Gott uns immer wieder schenkt, ist wie ein Vorgeschmack davon, wie es einmal bei IHM sein wird. Mich verlangt aber noch nach einem langen Dienst hier auf dieser Erde, an Deiner Seite, unter unserm Volk, damit etliche der Geplagten unseres Volkes Glieder des Gottesvolkes werden. Laẞ bitte Schw. E. über die Bezirksfrauen und andere Getreue einladen zu den Gottesdiensten. Wenn wir in solchen Unruhewochen nicht von Mensch zu Mensch persönlich einladen, versinken alle in der Unstetigkeit ihres Da­seins. Also seid darin nicht zu zaghaft! Wenn ich wiederkomme, will ich viele so am Rockzipfel packen und ihnen keine Ruhe lassen, zu ihrem Heil.

14. November

Auf dem Hof habe ich mir das geruhsame Tempo des Schlendrians abge­wöhnt und schreite mit raschen Schritten meine Pfade um die Langsamen herum. Das tut dem Körper gut.

15. November

Wenn wir jetzt für eine Weile äußerlich ganz getrennt werden, wollen wir nicht vergessen, daß der kürzeste Weg zueinander am Herzen Gottes vor­beigeht. ,, Unverletzlich, lichtverhüllt dürfen Gottes Kinder reisen", auch nach Dachau !

16. November

Eins war nicht richtig in Deinem Brief. Du schreibst, Du müßtest mir einen Schmerz bereiten. Nein, Du brachtest mir einen Befehl, der von Gott

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