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Sieger in Fesseln : Christuszeugnisse aus Lagern und Gefängnissen / herausgegeben von Konrad Hofmann, Reinhold Schneider, Erik Wolf
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11.

31. Oktober

Heute

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Antwor ( englis

Ich habe bisher Gott für jeden der 50 Tage Haft danken dürfen. Heute ist Reformationsfest- Dienstag, und wenn ich daran denke, daß Gott mir viel­leicht in 8 Tagen am Dienstag die Tür auftun wird, dann klopft mein Herz vor Sehnsucht nach Dir, nach der Gemeinde, nach der Freiheit. Und dann fange ich schon an, wieder um das Ja und die Stille zu bitten für den Fall, daß Gott noch ein Nein sagt und den Dienst im Kerker vielleicht in der härteren Form Dachaus noch weiter von mir und von Dir fordert. Aber das tut der Bitte um die offene Tür keinen Abbruch, sogar nicht der großen Vorfreude. Die mitgebrachte Post hat mich erquickt, auch der inhaltreiche Brief P.s über seinen Geburtstag. Ob ich je wieder solche Plauderbriefe schreiben werde? Hier scheint mir das kaum möglich, weil gerade vor der überreichlich verrieselnden Zeit das Gefühl nicht aufhört: Wäge deine Worte vor der Ewigkeit!- Das Buch vom ,, heiligen Dienst" hat die Bewährungs­probe, in der Zelle gelesen zu werden, überraschend gut bestanden. Ich habe es immer gern gelesen, aber nun merkte ich manche geistliche Fein­heiten, die sich in dieser Situation meldeten wie Rufe aus dem hellen Licht in das Dunkel. Es geht mir unverdient gut. Heute wachte ich um 5 Uhr auf, lag noch eine Weile meditierend und froh, stand um 5.40 Uhr, als die Tür aufging, auf, war als einer der ersten bei der Morgenwäsche. Nach einer Pfeife kam um 7 Uhr der Spaziergang, anschließend der Morgen­kaffee. Auf meine Bitte zogen mir die beiden Kumpels in meine kaputte Sprungfedermatratze ein paar Drähte, so daß ich viel besser liegen werde. Dann war es hell genug zum Lesen von Losung, Gesangbuch und Schrift­abschnitt. Gestern abend saßen wir, als die Zelle um 7 Uhr dicht ge­macht war, im Dunkeln und bei allmählich wachsendem Mondlicht bis ge­gen 10 Uhr, wobei uns einer hochinteressant von Land und Leuten in Si­ birien erzählte, wo er von 1918 bis 1920 kriegsgefangen war. Überhaupt erzählen wir uns viel. Noch im Dunkeln vor 7 Uhr habe ich heute ein we­nig von der Bedeutung des Thesenanschlags berichtet. Es geht hier wie in Dortmund : das rückhaltlose Vertrauen ist bei den Menschen, um die es sich lohnt, ohne weiteres da, zu meiner Person sofort, und dann auch zu der Sache, für die ich hier bin. Damit ist der Weg der Gespräche völlig gekennzeichnet: weg von mir, hin zu Christus.

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8. November

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Unsere drei Begegnungen am Sonntag, Montag, Dienstag, die waren sehr verschieden. Wir haben miteinander gelacht, geweint, geplaudert, nachge­dacht, wie rechte Eheleute. Und heute denke ich daran, daß in einer Woche unser 11. Hochzeitstag ist.

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