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Sie können uns nichts von dem nehmen, was Gott uns gegeben hat, und das macht mich sehr still und froh. Es wäre ja unbeschreiblich schön, wenn wir an unserem Hochzeitstag wieder beieinander sein könnten, und wir dürfen auch kräftig darum bitten. Wenn es aber nicht sein soll, wollen wir auch darin Gottes Regiment anerkennen und weiter auf den Tag warten, an dem er die Tür auftun wird.„‚Es wird nicht lang mehr währen, halt nur ein wenig aus!“
Ob Du am Sonntag auf der Kanzel stehen wirst? Laß Dir sagen, daß ich für diesen Deinen Dienst die Hände falten will. Schrieb’ ich Dir, daß mir die Bitte, am Sonntag im Keller beim Alarm Gottesdienst zu halten, ab- gelehnt wurde? Ich habe mir vorgenommen, an jedem Sonntag, den ich hier bin, neu zu bitten. Vielleicht, daß Gott irgendwann doch zu einem Ja helfen kann. Zu Mittag aß ich, nachdem ich den Rotkohl aus dem Was- ser gefischt und mit Appetit gegessen hatte, das kostbare W.sche Ei. Der Apfel, den wir uns hernach teilten, war aus Herne . Der Bart wächst fröh-
lich weiter.
_ Der alte Judenchrist aus W. kommt diese Tage nach Theresienstadt ins
Lager; hoffentlich kannst Du ein kleines Reichsliederbuch von B. kriegen.
Er wäre sehr froh darüber.
26. Oktober
Mir ging diese Nacht oft der Vers durch den Sinn:.„Schien auch alles zu zerrinnen, ward doch deiner Hilf’ ich innen.“ Was ist das überhaupt für ein herrliches Lied:„Womit soll ich dich wohl loben“! In den Liedern leben wir mit denen, die schon vollendet sind, und loben mit den himm- lischen Heerscharen. Aber der Lobgesang derer, die aus Not und Elend kommen, ist gewiß schöner als der der Engel, die nie anders als mit einem Gottesauftrag ‚im finstern Tal“ gewandert sind.— Du kannst Dir gar nicht denken, wie bevorzugt wir Christen im Gefängnis vor denen sind, die keine Hoffnung haben. Sie sind zum Teil tapfer, aber irgendwie doch todtraurig. Ich bin schon mal einen Tag, nachdem„Neue“ gekommen waren, in die anderen Zellen gegangen und habe gefragt, ob einer von ihnen nach Hause an die Frau schreiben wolle. Da taten sie das mit Freu- den, gewiß auch solche, die von sich aus zu stumpf gewesen wären, nach einer Gelegenheit zu suchen.— Eben haben wir einen guten Gang auf dem Hof gemacht, und ich ging mit dem alten Judenchristen, der vor 50 Jahren(mit 161/e) getauft worden ist, auf und ab. Wir hatten eine sonntägliche Stunde miteinander, und ich machte ihm Mut, wenn er im Lager Christen fände, mit ihnen auch das Abendmahl zu halten, mit Brot und Wasser.
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