Druckschrift 
Sieger in Fesseln : Christuszeugnisse aus Lagern und Gefängnissen / herausgegeben von Konrad Hofmann, Reinhold Schneider, Erik Wolf
Seite
82
Einzelbild herunterladen

LUDWIG STEIL

Got

kame

fährt

nach

einrü

war

gehe

abfä

Bericht seiner Gattin G. Steil, Bad Godesberg

Mein Mann, seit 1929 Pfarrer der evangelischen Gemeinde Holsterhausen ( in Wanne- Eickel ), geriet mit dem Nationalsozialismus von Anfang an in Kon­flikte, weil er kein Hehl daraus machte, daß er ihn für Deutschlands Ver­derben hielt. Die wenigen ,, Deutschen Christen " der Gemeinde versuchten lange Zeit, seinen Ruf und sein Wirken zu untergraben. Er wurde oft ver­hört und bedroht. Schon im Dezember 1933 sollte eine Gemeindeversamm­lung durch auswärtige SA gesprengt und der Pfarrer tätlich angegriffen werden, allein die Gemeinde schützte ihn, so daß er unbehelligt aus dem Saale und nach Hause kam. Seine Mitarbeit in der Bekennenden Kirche stand in all den Jahren unter dem Argwohn und der Bedrohung durch den nationalsozialistischen Staat.

Im Sommer 1944 hielt mein Mann in Herne und Wanne vor vielen Hun­derten Vorträge für Angefochtene". Gestapo , Partei und ,, Deutsche Chri­ sten " schrieben mit. Man verhörte ihn und stellte einige Sätze heraus, die den Grund zur Verhaftung hergeben mußten. Am 11. September wurde er nach Dortmund in die Steinwache gebracht. In diesem Gefängnis teilte er die Einzelzelle mit zwei katholischen Geistlichen, mit denen er vom ersten Tage an Arbeits- und Gebetsgemeinschaft hatte. Auch bei Vollalarm in den Zellen eingesperrt, standen die Gefangenen bei den Bombenangriffen am 6. und 9. Oktober furchtbare Stunden aus. Da die Steinwache schwer be­schädigt und die Verpflegung in der zerstörten Stadt nicht mehr möglich war, kamen die Häftlinge in das Polizeigefängnis von Herne . Hier war die Haft leichter, die Gefangenen konnten in die anderen Zellen gehen, sie ka­men täglich zweimal auf den Hof. Ich konnte jeden Tag Essen bringen und meinen Mann gewöhnlich auch sprechen. Inzwischen wurde unsere Ge­meinde durch Bombenangriffe mehr und mehr zerstört, auch die Kirche. Mitte November fragte ich bei der Gestapo an, ob mit Entlassung zu rech­nen sei, und brachte meinem Mann den Bescheid, daß sein Weg ins Lager gehe. Ohne ärztliche Untersuchung auf Lagerfähigkeit kam er am 5. De­zember auf Transport. Auf den Bahnsteigen der berührten Städte wurden die Gefangenen zu zweien oder dreien aneinander gefesselt. Aus Briefen und Berichten von Mitgefangenen, die zum Teil nur auf dem Transport mit ihm zusammen waren, geht hervor, welch ein Halt mein Mann ihnen sein durfte.

82

dem sei,

Brie

aber erlos

konn den

Laza

21.

spät

von

sein

Freu

Die

tiefe

Sein

vom

Dun

nun

mili

Brie

uns

der

wir

ges

JE

Dor

In

Did

unt

6.