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Sieger in Fesseln : Christuszeugnisse aus Lagern und Gefängnissen / herausgegeben von Konrad Hofmann, Reinhold Schneider, Erik Wolf
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NANDA HERBERMANN

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Die 1905 in Münster ( Westfalen) geborene katholische Schriftstellerin Nanda Herbermann war seit 1928 Sekretärin des Jesuitenpaters Friedrich Muckermann und von 1934 bis 37 Schriftleiterin des ,, Gral". Am 4. Februar 1941 wurde sie durch die Gestapo geholt, zu gleicher Zeit wie Muckermanns Ordensgenosse und Mitarbeiter Dr. Albert Maring, dessen Leben nach einem schweren Leidensweg in Dachau endete. Der von Heydrich unter­zeichnete Schutzhaftbefehl enthielt die Begründung: ,, Sie gefährdet nach dem Ergebnis der staatspolizeilichen Feststellungen durch ihr Verhalten den Bestand und die Sicherheit des Volkes und Staates, indem sie durch ihre staatsfeindliche Betätigung und Zusammenarbeit mit einem der ent­schiedensten und schärfsten Gegner des nationalsozialistischen Staates die Interessen des Reiches auf das schwerste schädigt."

Ein halbes Jahr verbrachte Nanda Herbermann im Gerichtsgefängnis zu Münster in Einzelhaft. Nach dem ersten zehnstündigen Verhör folgten weitere 41 quälende Verhöre. Da sie dabei keine Namen von Priestern preisgab und sich damit ,, genau so verseucht und verlogen wie alle Pfaf­fen" erwies, kam sie nach Durchstehen der fünf schweren Luftangriffe auf Münster Mitte Juli 1941 über Herne als Zwischenstation in das Frauen­konzentrationslager Ravensbrück ( Mecklenburg). Mit ihren 80 Pfund Ge­wicht hatte sie ein halbes Jahr schwere Außenarbeit, dann für ein Jahr den seelisch martervollen Posten einer Blockältesten bei den Dirnen und Aso­zialen, in den letzten Monaten Dienst im Büro der Oberaufseherin zu ver­sehen. Obwohl die Haft erst ein Jahr nach Kriegsende ablaufen sollte, er­wirkte einer ihrer Brüder im März 1943 bei Himmler ihre Freilassung. Ihre bitterschweren Erlebnisse im Gefängnis und KZ. hat Nanda Herber­ mann in einem Buch ,, Der gesegnete Abgrund"( Nürnberg 1946) nieder­geschrieben. Der folgende Beitrag aus ihrer Feder ist unabhängig davon.

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,, EIN ABGRUND RUFT DEN ANDERN"

Wenn ich die Worte des Psalmes: ,, Ein Abgrund ruft den an­dern" über meine Ausführungen setze, so hat das seine tiefere Bedeu­tung. Ist doch das KZ., ein Abgrund teuflischer Bosheit, für mich und für viele meiner Leidensgefährtinnen zu einem gesegneten Abgrund göttlicher

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