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deln und Morden von Priestern, Ordensleuten und heroischen Laien ent- scheidende Schläge versetzen zu können, Werkzeuge Gottes. Ohne es zu wollen, gaben sie das Signal zu dem großen Triumphe, den Gottes Vor- sehung seiner Kirche aufbewahrt hat.
Der Diakon der Diözese Münster , Karl Leisner , wurde bereits im Jahre 1939, auch wegen seiner Arbeit an der katholischen Jugend, von der Ge- stapo verhaftet und bald in das Konzentrationslager Dachau transportiert. Der frische, jugendbewegte Streiter Christi mit dem brennenden Herzen war ein Mann wie Stephanus,„volldes Glaubensunddeshei- ligen Geistes“, den Saulus, der Gegner Christi— die Gestapo — natürlich verfolgen und verbannen mußte. Aber nur umsomehr noch durch- seelte den jugendlichen Apostel der Geist und das heilige Feuer eines Stephanus:„Ich sehe den Himmel offen und den Men. schensohn zur Rechten Gottes stehen“(Apg. 7, 56). Das war das Leitmotiv seines Lebens, war der Gedanke, den er mitnahm ins Konzentrationslager und hier vom Morgen bis zum Abend zu verwirk- lichen strebte. Er scharte die Gefangenen um sich, organisierte eine Klampfe und die Liederbücher der katholischen Jugend, sang und spielte mit den Gefangenen, um sie abzulenken, aufzumuntern und ihnen trübe Stunden zu verscheuchen. Als ich selbst am Namensfest der Muttergottes, am 12. September 1941, nach Dachau kam, war er der erste, der sich besorgt meiner annahm. Heimlich drückte er mir fünf Mark in die Hand, damit ich mir das Notwendigste kaufen könne, und holte mir sein Stück Brot aus dem Spind. Almosen spendend wie ein Stephanus, ein Vater der Armen! Ganz plötzlich, ohne daß ein Grund dafür angegeben wurde, hieß es, daß der„Religionslehrer‘‘— das war ich— aus dem reichsdeutschen Block „exkommuniziert“ werden sollte. Das war ein harter Schlag, denn ich wurde damit nicht bloß aus der Gemeinschaft der Landsleute ausge- schlossen, sondern auch vom Sakramentenempfang und vom Anhören und Mitfeiern der hl. Messe. Was sollte meine willkürliche Verlegung bedeu-
ten? Hatte ich etwas verschuldet? Auf meinen Einspruch beim Lager-
ältesten, ich sei doch Reichsdeutscher, bekam ich zur Antwort:„Du gehst zu den Böcken!“ Die„Böcke“, das waren die polnischen Priester. Drei Monate lang habe ich auf dem Polenblock gelebt, in einer ungeheuren Enge und Fülle von Menschen, in einem Gang, der nur vierzig Zentimeter breit war. Es herrschte eisigste Kälte. Der gute Karl Leisner empfand mit mir:„Dein Fall ist ein ganz besonders schwerer.“ Ich gab nach dieser Un- terredung meine Hoffnung auf. Eher hätte ich an 25 Stockhiebe gedachi als an eine Verlegung. Aber Leisners Novene fand Erhörung. Zwei Tage nach der Vernehmung wurde ich in den reichsdeutschen Priesterblock zu- rückverlegt.
3 Sieger in Fesseln


