rechten. Immer wieder zu ihm kommen, gerade dann, wenn wir fühlen, daß die Kräfte nachlassen! Das Schlimmste ist Gleichgültigkeit."
Es ist ein tiefes Gespräch mit Gott, diese Zeit im Gefängnis. Ständig ist seine Bibel aufgeschlagen. Er spürt die Kraft und Verheißung des Gebetes. Sein Herz findet Ergebung und Trost:
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Wir wollen anhalten am Gebet betet weiter für mich wie ich für Euch! Ich bin hier sehr dankbar, daß ich so von den Brüdern getragen werde, innerlich und äußerlich. Und die Gebete der, Heiligen' haben ihre Verheißung.
Letzten Endes bin ich sicher, daß alles auf unsere Gebete ankommt. Die haben nämlich wirkliche Verheißung. Und das bestätigt sich immer wieder bei mir, wenn man den Herrn nicht losläßt und um Stärkung im Glauben bittet, dann stärkt er uns und hilft uns auch.
Ich bin ganz getrost, wie alles auch werden mag. In dieser Zeit habe ich viel innere Hilfe erfahren. Das Entscheidende für uns alle ist:, Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid'. Ich mußte erst ganz kaputtgehen und zuschanden werden, um das zu verstehen. Darum sei ganz getrost! Er hilft Dir und Euch allen wunderbar.
Wie alles auch kommen mag, wir wissen es nicht. Gott allein weiß es. Er hat mich hier nicht verlassen, sondern oft wunderbar errettet und gestärkt. Er wird Dich ganz gewiß auch nicht verlassen. Halte Dich ganz fest an Ihn! Er ist auferstanden und lebt... Aber über all unserer Not, Anfechtung und Sünde dürfen wir uns in dem Tod und der Auferstehung des Herrn getrösten. Das höre ich immer wieder, und das gilt auch für Euch. Er erlebt Karfreitag und Ostern bewußter denn je, weil ihm nur das Le ben und Sterben Christi Kraft gibt, diese aber in einer ihn nicht verlassen. den Stärke. Im Karfreitagsbrief heißt es:
,, Heute, am Karfreitag, steht der ganze große Trost des Kreuzes Jesu Christi unmittelbar vor unseren Augen. Das ist eine starke und ewige Ge wißheit, daß er für unsere Sünden dahingegeben ist und daß wir durch seine Wunden geheilt sind. Diese Gewißheit gibt er uns und macht uns damit in der größten Trübsal fröhlich und reißt uns aus Angst und Qual. Das erfahre ich hier in ganz großem Maße. Und daran und an nichts anderes dürft und sollt Ihr Euch halten."
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An diesen Christus, an ihn allein, hält er sich. Er bittet seine Frau um ein kleines Kruzifix, und als er es besitzt, sagt er zu ihr:
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,, Es ist gut, daß ich das habe. Darauf sehe ich, und dann sage ich mir: Warum soll ich es besser haben?"
Wochenlang hatte Perels versucht, auf offiziellem Wege die Erlaubnis zum Empfang des heiligen Abendmahles zu erhalten, aber stets vergeblich. Da brackte ihm am ersten Ostertage ein Mitgefangener( Pfarrer Bethge) mit
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