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und die Drohung, das Gleiche würde mit seiner Frau und seinem Jungen geschehen, hat man von ihm Geständnisse erpreßt, die er ohne diese Folterungen nicht abgegeben hätte( auch seinen Vater, den Berliner Historiker, tat man um des Sohnes willen ins KZ., aus dem er nicht mehr lebend herauskam). Selbst hier im Zustande halber Bewußtlosigkeit handelt er nur für die andern, seine Familie, und belastet keine Kameraden. Aber er läßt seine ihn besuchende Frau nichts merken von dem, was er zu ertragen hat. Nur einmal verliert er seine Fassung, erzählt von den furchtbaren Miẞhandlungen und erklärt unter Tränen zitternd: ,, Wir sind zu weich erzogen!" Doch schon bei ihrem nächsten Besuch in der Gefängniszelle hatte er seine Ruhe wieder vollkommen zurückgewonnen und gab ihr durch seine Gefaßtheit viel tröstende Kraft. Am Gerichtstag zeigte er eine prächtige Haltung und führte die geschickteste Verteidigung. Es war übrigens der letzte Prozeß, den der unglückselige Freisler führte; denn tags darauf kam er bei einem Luftangriff ums Leben.
Und diese Ruhe hält bei Perels an, auch nach dem Fällen des Todesurteils, als er der Hinrichtung entgegensah. Wohl gibt es nach der Zeit der Anspannung bis zum Termin nun Tage der Erschöpfung. So heißt es in seinem Brief an seine Frau vom 19. Februar 1945:
,, Jetzt gehen die Tage wieder so dahin, und für jeden Tag erbitte ich mir Hilfe und Trost und umgebe Euch mit meinen Gedanken und bittendem Gebet. Nicht immer ist es leicht. Aber wie sollte das auch sein, solange wir Menschen sind?"
Und auch am 28. Februar klingt es wieder durch:
,, Die Stunden gehen hier so hin. Nicht immer ist es leicht, aber bis hierher hat der gnädige Gott mir noch immer geholfen, und ich vertraue darauf, daß er Dich und mich nicht verlassen wird."
Die Zeit nach dem Erlaß des Todesurteils ist eine einzige Zeit der Vorbe. reitung auf den Tod. Das schreibt er klar in seinem Brief vom 11. Februar: ,, Eine Woche ist nun wieder verstrichen, und die innere Spannung, die in den ersten Tagen nach dem Termin angehalten hatte, läßt wieder nach. Ich bin sehr dankbar, daß ich mich auf das zeitliche Ende in der Stille hier vorbereiten darf. Da sehe ich von Tag zu Tag unerkannte Schwäche und Sünde. Und ich versuche, die einfach Gott zu übergeben... Ihr müßt Euch ganz fest an Ihn klammern. Er hilft wirklich, weil Er lebendig und auferstanden ist."
Sein Glaube nimmt zu an Kraft und Tiefe. Das beweist die Stelle in einem anderen Briefe:
,, Man muß so glauben, wie Abraham , Moses und Jakob und wie diejenigen im Evangelium, an denen der Herr Wunder tut. Man darf nicht mit Gott
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