wir schwiegen, während sie redeten, und uns verbargen, während sie sich aussetzten! Wieviel schlimmer aber noch ist es um uns bestellt, wenn der Vorwurf ihres Lebens uns nicht heute und morgen und, solange wir leben, im Gewissen trifft. Diese Zeugnisse sollen nicht dazu helfen, uns zu entlasten, und wir sollten uns ihrer nicht rühmen, so ruhmvoll sie sind. Sie sollten uns aufrütteln zu einem anderen Leben, zu der todernsten Frage, was geschehen muß, daß ein solches Unrecht nicht wieder geschieht, eine widergöttliche und widermenschliche Staatsmacht nicht wieder aufgerichtet wird. Sie sollen uns in die Verantwortung des Christen rufen, der unwiderruflich dahin verpflichtet ist, daß dem Gebot des Herrn Gehorsam geleistet werde in allen Bezirken des Daseins und Wirkens, des persönlichen und überpersönlichen, des geistigen und politischen Lebens, nicht etwa nur im ,, Kämmerlein"; das Kämmerlein ist vielmehr der Ort sich erneuernder Hingabe an Gott für Alle und Alles. Ehe es aber möglich ist, daß ein Wort, ein Werk der Liebe, wie diese Christen sie gewagt haben, den Tod oder die Todesnot bringt, muß schon alle Ordnung solcher Verpflichtung zerrissen worden, muß der Einspruch des Gewissens tausend- und abertausendmal überhört worden sein.
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Die Bekenner verteidigen uns nicht; sie stehen nicht für uns, sondern für Christus und damit gegen uns, die wir ihn verleugnet, verraten, verschwiegen haben. Zu leicht kommt uns die Wahrheit auf die Zunge, daß Gefangenschaft, Schmach und Tod als Gnade erfahren wurden. Was wissen wir von dem ,, selbstdurchlittenen Leid", von dem Pfarrer Wachsmann spricht, und von seinem ununterbrochenen Gebet; was von der Erfahrung Paul Schneiders, daß der ,, Sterbensweg der Kirche... der Weg zu Christus" sei; was von der Kälte der Verlassenheit, in der etwa Hildegard Schaeder die innerste, ihren Leidensschwestern zum Segen gereichende Glaubensgewißheit und-sicherheit erringt? Gott hat es so gewendet, daß grauenhaftes Unrecht, daß die Verlassenheit der Bekenner Heil gewirkt haben. Wie sollte es uns nicht bis zum Ende schmerzen, daß sie verlassen waren, daß auf der Trägheit der Gewissen, der Herzen die Gewalt sich gründete und behauptete, die offenbar unsühnbare Verbrechen am Heiligen wie an den Menschen, an Gottes Schöpfung verübt hat? Die wenigen Stimmen, die sich hier zusammenschließen, sprechen für unzählbare Stimmen, die auf uns einstürmen wollen, mit einer einzigen Stimme tausendfacher Gewalt, sie verklagt unser Gewissen heute und morgen; sie verklagt die Welt, in der geschah, was geschehen ist und nimmer hätte geschehen dürfen. Diese Zeugnisse wollen nicht gelesen werden ein Buch unter Büchern. Wir wehren uns auf das entschiedenste dagegen, daß fort und fort Bücher aus Zeugnissen gemacht werden oder Prozeßakten für weltliche Tribunale; diese Zeugnisse hier wollen wieder ins Leben, um ein anderes Leben zu
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