in meinem ganzen Leben gelesen habe?" fragte er. ,, Wissen Sie, wann ich überhaupt mein letztes Buch gelesen habe? Ich meine, richtig gelesen? Offen gestanden, sie langweilen mich ebenfalls, Ihre Bücher."
,, Ohne Bücher könnte ich mir das Leben nicht vorstellen", versetzte Marion aufs höchste erstaunt.
Rumpf blickte sie prüfend an, ihr ernstes Auge gefiel ihm. ,, Ich möchte es versuchen, einmal ein Buch mit Ihnen zusammen zu lesen", rief er aus. ,, Ich glaube auch, ich könnte Ihnen weiß Gott wie lange zuhören, wenn Sie mir einmal ein Buch vorlesen würden."
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Marion lächelte, fühlte aber gleichzeitig, daß sie rot wurde. Der Blick des Gauleiters hatte sie verwirrt. Rumpf hatte nie in dieser vertraulichen Weise mit ihr gesprochen, auch den Ton seiner Stimme fand sie verändert. Am auffallendsten aber war es für sie, daß er heute so wenig scherzte. Gewöhnlich liebte er es, scherzhafte Wendungen und oft sogar Scherze, gute und schlechte, ins Gespräch einzuflechten. So ernst hatte sie ihn noch nie gefunden.
Eine Weile schwieg er, während er die gemischten Früchte auslöffelte. Er leerte abermals ein Glas Rotwein, dann klingelte er dem Diener und bestellte Sekt. ,, Sie wissen, welche Marke ich zur Zeit vorziehe?"
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,, Fräulein Marion", wandte er sich erneut an sie ,,, ich finde in der Tat, daß Sie ein vorzüglicher Lehrer gegen die Langeweile sind, ein geradezu seltener Lehrer, wie ich ihn suche. Sie sind mehr als das, Sie sind ein Lebenskünstler, während ich in dieser Beziehung ein vollendeter Stümper bin. Ich werde einen Kursus in der Lebenskunst bei Ihnen nehmen müssen!" schloß er lachend, aber völlig ernsthaft.
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Sein vertraulicher, fast freundschaftlicher Ton beunruhigte Marion. Sie lachte und da sie nicht wußte, was sie antworten sollte, sagte sie aus Verlegenheit: ,, Aber Sie sind doch mehr mit Geschäften in Anspruch genommen als wir alle."
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Der Gauleiter nickte, sein Blick verriet jedoch deutlich, daß Marions Antwort ihn nicht befriedigte.
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,, Mag sein", erwiderte er mit düsteren Augen. ,, Aber ich will
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