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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
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helfen wollte!" sagte er. ,, Schade, ewig schade, daß er diesen ver­brecherischen Hochstaplern auf den Leim ging." Auch Wolfgang bat sie, Ruhe zu bewahren und sich in Geduld zu fassen. Geduld, Geduld! Alle verlangten sie Geduld von ihr, das schwerste, was man von ihr verlangen konnte!

Wolfgang, der wieder eifrig an seinem Kakadu weiter­arbeitete, lud sie ein, mit ihm zu essen, aber sie hatte keine Ruhe und fuhr nach zehn Minuten wieder in die Stadt zurück.

Sie saẞ neben dem Telefon endlose Stunden, ja, endlose Stunden, und wirklich klingelte Fabian am Abend an. Ritt­meister Möhn hatte soeben mit München telefoniert, der Gau­leiter komme morgen.

,, Dank! Dank!" Die Tränen stürzten Christa aus den Augen, aber sie lachte dabei. Da sie müde und zerschlagen zum Um­fallen war, mußte sie sich einige Stunden hinlegen. Ein Mädchen erhielt den Auftrag, das Telefon zu überwachen.

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Der Gauleiter traf am nächsten Abend um neun Uhr ein, und Fabian ließ seinen Besuch für den kommenden Vormittag an­melden. Rumpf aber lud ihn zum Abendessen ein. Er war sehr abgespannt und hatte Lust, mit ihm eine Flasche Wein zu trinken und nach Tisch in aller Ruhe eine Partie Billard zu spielen. Während sie zu Abend speisten, trug Fabian sein Anliegen vor. ,, Schellhammer?" fragte der Gauleiter. ,, Ist es eine von den bekannten Schellhammer?"

,, Ja, die Schwester der beiden Brüder."

gitterte Fenster

Rumpf lachte. ,, Sie hat wohl das Maul zu weit aufgerissen, wie?" Er runzelte einen Augenblick die Stirn, als überlege er, dann beauftragte er Rittmeister Möhn, die Sache sofort nach Tisch in Ordnung zu bringen.

Mehr wurde nicht darüber gesprochen.

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Und der Gauleiter verspeiste mit Genuß seinen Rehrücken, während er voller Triumph von Belgrad erzählte, das die deut­schen Bombenstaffeln zum größten Teil in Schutt und Asche ge­legt hätten.

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