Druckschrift 
Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
Seite
365
Einzelbild herunterladen
  

Soldat vom er haben. Er annten, etwas geben sollten

oldat. ,, Er hat

., Feuert, w te Bombe g er abgesehen

ser bezahle Wirtschaft mwand wiede Telefondiens

e Entwarnun

letterte weite urch die Luk n sein Ohr, a über das Dach

Ossen, daß d Leuchtkuge eine Unmens

vollends durd starken Luft ein mächtige

ch dahin. De

Das Dach m nklen Haufe ich zusammen ckige Gebäud

das helle Feue

wandelte sich rasch in lohende, rote Glut, und eine Säule von rotem Qualm und Rauch quoll aus dem Trümmerhaufen und wälzte sich wie eine dunkle, funkensprühende Wolke über die Stadt.

Kurze Zeit darauf erhielt die ,, Zentrale Luftschutz " die Mel­dung, daß der ,, Bunker Schellhammer" von einer Luftmine zer­stört worden sei, und Oberst von Thünen, unermüdlich tätig, gab augenblicklich seine Befehle. Einige Minuten nach der Ent­warnung kletterten schon Soldaten beim Schein von Pechfackeln in die Wolke von Qualm und Funken hinein. Löschzüge der Feuerwehr rasselten heran, aber jedermann sah sofort, daß hier nichts mehr zu retten war.

Die Soldaten machten einige Versuche, in den Schuttberg ein­zudringen, gaben es aber bald auf. Zehntausende, Hundert­tausende von Mauersteinen, kein Mensch hielt so etwas für mög­Lich! Oberst von Thünen suchte mit seinem Auto durch Straßen voll Glasscherben, eingestürzten Fassaden, zersplitterten Bäumen den Weg zu dem zerstörten Bunker. Ein schwerer Angriff, ohne Zweifel! Die Webereien von Caspar, die Munition herstellten, vernichtet, drei Kasernen vernichtet, zwei alte Kirchen, ein Regierungsgebäude. Woher hatten die Engländer alle diese Kennt­nisse? Spione, Spione!

Eine halbe Stunde lang kletterte Oberst Thünen auf dem qualmenden Schuttberg umher, bis er völlig schwarz von Ruß war. Zehntausende, Hunderttausende von Mauersteinen, Eisenträger, Balken, Glasscherben, Dachziegel, der Teufel hole die Tommys!

,, Der Keller muß in erster Linie freigelegt werden!" befahl er. Hier kampierte der Bürgerschutz drei', lauter junge Leute. Es ist zu hoffen, daß noch viele am Leben sind."

Unterwegs rief er Fabian an. Er müsse leider mitten in der Nacht stören, der ,, Bunker Schellhammer" sei durch eine Luft­mine total zerstört worden. ,, War Ihr Robby heute im Dienst, Herr Regierungsrat? Bitte nochmals herzlich um Entschuldi­gung!"

Eine kleine Stunde später war Fabian beim Schuttberg. Der Tag

graute.

Die Soldaten, Feuerwehrleute und Freiwillige hatten schon

365