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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
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wie sie ihr Quartier nannten, da war es noch viel unterhaltsamer. Jeder Luftangriff war für ihn eine neue Sensation. Dazu liebte er es, möglichst lange in der Nacht aufzubleiben.

Fabian war höchst zufrieden über Robbys Wandlung. Harry befand sich als Offiziersaspirant in einem Übungslager und kehrte jeden Sonnabend in seiner schmucken Uniform ins Elternhaus zurück, und nun hatte Robby endlich seine unausrottbare Ab­neigung gegen alles Militärische verloren.

Sobald die Sirene ertönte, stürzte sich Robby mit freudigem Eifer in seine braune Uniform, hakte sich die Feldflasche mit dem schwarzen Kaffee an den Riemen, und schon war er fort. Er rannte im Laufschritt durch die Dunkelheit und hatte im Nu den ,, Bunker Schellhammer" erreicht. Dort gab es ein heiteres Feldlager, mit vielen Geschichten, Neuigkeiten und Gerüchten, Kaffee und Bier, einer hatte sogar häufig Kognak dabei. Das war sehr lustig. Wenn man die Kellertür öffnete, sah man die Schein­werfer über den schwarzen Schacht des Hofes geistern, die Ab­schüsse der Flak blendeten an den Mauern des Hofes gespenstisch auf, die Einschläge dröhnten, und oben auf dem Dach hämmer­ten kurz und scharf die schweren Maschinengewehre, die, wie man sagte, schon viele Tommys ,, fertiggemacht" hatten. Sie be­saßen auch Telefon im Keller, denn sie standen in dauernder Verbindung mit der ,, Zentrale Luftschutz".

Oft ereignete sich nicht das geringste, aber an manchen Abenden klingelte das Telefon ununterbrochen, und man kam die halbe Nacht nicht zur Ruhe.

Heute tobte die ,, Zentrale Luftschutz" ganz besonders: ,, Ach­tung! Achtung! Verband von hundertzwanzig viermotorigen Bombern nähert sich der Stadt."

,, Hundertzwanzig Viermotorige! Mein Himmel, wo nehmen sie nur alle die Maschinen her?"

,, Halte den Schnabel, Robby!" gebot der Kommandant.

Schon feuerte die Flak mächtig, die Maschinengewehre auf dem Dach hämmerten. Einige schwere, nahe Einschläge er­schütterten das Haus, Scheiben splitterten und klirrten im Hof. Die Jungen jubelten, sie waren zu jung, um Furcht zu haben, sie waren auch ihrer zwanzig.

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