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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
Seite
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die tiefe, zornige Stimme des Professors, er würde wohl nicht eher Ruhe geben, bis sie ihn wieder nach Birkholz brachten. Um sechs Uhr morgens ging die erste Tram zur Stadt, und Gleichen verabschiedete sich. Er hatte ja morgens um acht Uhr wieder Schule.

Am Nachmittag kamen die Damen Lerche- Schellhammer zu Besuch. Wolfgang empfing sie mit freudigen Ausrufen. Frau Beate schüttelte er minutenlang die Hand und Christa schloß er sogar in seine Arme. Die Damen hatten Blumen mitgebracht, und Retta mußte Kaffee kochen und in die Stadt fahren, um Kuchen zu holen.

,, Herr Gleichen hat uns berichtet", sagte Frau Beate ,,, daß Sie wieder gekräftigt genug sind, um Ihre Arbeit aufnehmen zu können, Professor?"

Wolfgang nickte. ,, Morgen fange ich wieder an!" antwortete er voller Zuversicht. ,, Da es mit meiner Professur an der Schule natürlich zu Ende ist, habe ich endlich reichlich Zeit, mich mit meiner Lieblingsidee zu befassen, mit glasierter Keramik. Endlich wird auch mein Brennofen wieder zu Ehren kommen."

Frau Beate aber hatte ihre besonderen Wünsche. ,, Seit Jahren versprachen Sie mir, eine Büste von mir zu schaffen, lieber Freund", begann sie ,,, und nie sind Sie dazu gekommen. Ich hoffe aber nun, daß Sie auch für mich endlich Zeit finden werden?"

Wolfgang nickte lachend. ,, Gewiß!" antwortete er. Sie will mir helfen, wieder auf die Beine zu kommen, die gute Seele, dachte er. Sie ahnt nicht, daß ich nicht die geringste Angst vor der Zukunft habe, wie sollte sie es auch? Aber Frau Beates Freund­schaft erwärmte sein Herz. Er streifte ihr Gesicht und ihre Schultern mit einem prüfenden Blick. ,, Es wird mir eine große Freude sein, Ihre Büste zu schaffen", begann er von neuem. ,, Die Aufgabe ist nicht leicht, aber selten dankbar. In acht Tagen, wenn ich noch etwas mehr ausgeruht bin, können wir wieder darüber sprechen, nicht wahr?"

,, Ich werde es nicht vergessen."

Beim Kaffee hatten die Damen einen verlockenden Einfall. Wolfgang sollte bei ihnen den Abend verbringen, sie würden ihn im Wagen mitnehmen. Wolfgang nahm die Einladung sofort an.

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