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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
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seinem abgetragenen Mantel und den schmutzigen Stiefeln eine bejammernswerte Erscheinung.

Fabian erschrak und vermochte kein Wort mehr über die Lippen zu bringen. Seine von Gesundheit geröteten Wangen wurden fahl.

,, Du darfst dich nicht an meinem Aussehen stoßen", fuhr Wolf­gang mit rauher Stimme fort. ,, Birkholz ist kein Sanatorium. Das kommt ja alles wieder in Ordnung. Auch daß ich mit diesem schäbigen Mantel ein so gepflegtes Bürgerhaus betrete, darf dich nicht wundern. Deine Leute haben mir meine Garderobe ge­stohlen."

,, Meine Leute?" fragte Fabian ungehalten. Er wäre ja kein Mensch gewesen, wenn er auf den Nervenzustand Wolfgangs nicht die äußerste Rücksicht genommen hätte, aber die feind­selige Haltung Wolfgangs war so unverkennbar, sein ganzes Wesen so herausfordernd, daß es ihm schwerfiel, die Ruhe zu be­wahren.

,, Werde nur nicht böse, Frank!" lachte Wolfgang. ,, Das fehlte gerade noch. Ich weiß, es gibt auch noch anständige Kerle unter den braunen und schwarzen Landsknechten. Die Bande aber, die bei mir Haussuchung hielt, bestand nur aus rohen Halunken. Sie soffen meinen Wein aus, zerschlugen meine Möbel und stahlen mir schließlich die paar Anzüge und Mäntel, die ich besaẞ."

,, Es gibt natürlich überall kriminelle Elemente", warf Fabian achselzuckend und ruhig dazwischen, bemüht, den Bruder zu besänftigen.

,, Zugegeben!" erwiderte Wolfgang, und wieder wurde seine Stimme lauter. ,, Aber seitdem ihr die Tschechei und Polen, Hol­land und Frankreich systematisch ausplündert, scheint das Plün­dern im deutschen Heer und bei den braunen und schwarzen Banden an der Tagesordnung zu sein."

Fabian erbleichte. ,, Ich verstehe deine Bitterkeit, Wolfgang", rief er erregt aus und nahm an seinem Schreibtisch Platz. ,, Sie gibt dir aber nicht das Recht hierherzukommen, um mich zu be­leidigen!"

,, Nicht um dich zu beleidigen, bin ich hierhergekommen", schrie Wolfgang zornrot im Gesicht ,,, sondern um dir die Wahr­

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