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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
Seite
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rief entsetzt dazwischen: ,, Aber um Gottes willen! Sie sind wohl toll?"

Ein flüchtiges Lächeln huschte über Gleichens Lippen. Er schüttelte den Kopf. ,, Nicht im geringsten", erwiderte er in völliger Ruhe ,,, er ist verloren. Es ist so klar, wie daß die Flüsse ins Meer fließen. Es ist ein Krieg des Öls, des Stahls und des Geistes. In allen drei Dingen sind uns die Gegner überlegen." Hier aber schlug Frau Beate mit der flachen Hand auf den Tisch, daß es laut hallte und sprang triumphierend auf. ,, Einen Augenblick!" lachte sie. ,, Nun habe ich Sie! Sie sitzen in der Falle, Herr Gleichen. Wo ist der Brief des, Unbekannten Sol­daten, Christa? Dieser Brief wird vielen Leuten in der Stadt zu­geschickt."

,, Auch mir", versicherte Gleichen. ,, Ich kenne ihn."

ahnen Sie, wie

dem norwegisch Sie, wie viele uns Krieg ersticken, viele in den Lu hr Leben einbu Tropfen!" Christa hatte chens gelauscht, leicht schulmeist

Frau Beate legte den Brief vor Gleichen auf den Tisch. ,, Ist es nicht merkwürdig", rief sie aus ,,, daß er genau das gleiche sagt, in genau den gleichen Worten?"

,, Weshalb sollte es merkwürdig sein?" entgegnete Gleichen, während ein Lächeln über seine Züge glitt. ,, Ich zitiere die Worte des, Unbekannten Soldaten', weil sie mir richtig er­scheinen. Das Richtige kann man am besten mit denselben Worten wiedergeben."

meisten aber är Du mußt ni sagt", rügte sie Gleichen. ,, Ich rief sie mit eine nicht, daß die Le denken?"

,, So sind Sie also der gleichen Ansicht wie der Unbekannte Soldat?" fragte Christa. ,, Und unsere großen Erfolge in Polen und neuerdings in Norwegen können Ihre Meinung nicht ändern?"

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Sie war sehr err Gleichen dach und vergrämta widerte er. Ab enden wird!"

Gleichen schüttelte den Kopf. ,, Nein, nicht im geringsten", sagte er ernst. ,, Der Krieg wird noch Jahre dauern. England und Frankreich sind furchtbare und zähe Gegner. Die völlig sinn­lose Besetzung Norwegens erlaubt einen neuen Einblick in die Verschrobenheit eines Narren, den die Generale, wenn sie denken könnten, noch heute in Ketten schließen müßten. Aber unglück­licherweise können sie nicht denken, wahrscheinlich halten sie das Abenteuer Norwegen für den Gedankenblitz eines Genies, während es nichts ist als der dilettantische Einfall eines Phan­tasten. Der Phantast wird nicht eher ruhen, als bis er den letzten Tropfen deutsches Blut vergossen hat. Polen kostete weitaus mehr Blut, als der Phantast dem deutschen Volk bekanntgab, und

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