Druckschrift 
Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
Seite
319
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schlagen. Schränke und Stühle waren mit dem Beil zerhackt, der Boden mit zersplitterten Flaschen und Gläsern bedeckt, die Teppiche waren zerschnitten und zerfetzt, kurzum, die Ver- wüstung war unvorstellbar. Mit blauer Farbe war in ellen- großen Buchstaben quer über die Wand geschmiert: So geht es allen Freunden der Juden!

Beim Brennofen sieht es genau so aus! kreischte Retta.

Ja, sind denn die Deutschen zu Kannibalen geworden? schrie Frau Beate außer sich vor Empörung.

Christa schüttelte fassungslos den Kopf.Wilde sind das, Wilde! rief sie aus, und ihr Gesicht verfiel vor Trauer.

Frau Beate deutete auf den Abguß einer Hand, der ganz allein noch an der Wand hing.

Deine Hand, Christa.

Welch ein Wunder, ihre Hand war übriggeblieben. Wolfgang hatte sie vor Jahren modelliert.

Ich rühre nichts an! rief Retta aus.Der Professor muß es so sehen, wie es war. Sie deutete auf den Haufen Scherben, die vor dem zerschlagenen Bauernschrank lagen.Den Wein haben sie dem Professor auch noch ausgetrunken, bis sie be- soffen waren wie Schweine.

Als die beiden Damen sich verabschiedeten, sagte Frau Beate: Bitte lassen Sie dem Professor bestellen, Retta, daß seine alten Freunde fest und treu zu ihm stehen.

Wir haben ihm nicht vergessen! fügte Christa hinzu.

VI

Hast du ihn mit dir?

»Ja, ich habe ihn mit mir, Mamuschka, antwortete Marion hhchend. Sie meinte den spanischen Dolch, den sie immer in ihrem Kleid verborgen trug, wenn sie zu denandern ging, wie sie sich ausdrückte. Sie hatte keine Geheimnisse vor der Pflege- mutter und hatte ihr den Dolch gezeigt und die Art, wie sie ihn ei sich trug.