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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
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,, Sie wohnen in der Tat herrlich!" beglückwünschte er Char­lotte.

,, Schön, nicht wahr?" erwiderte Charlotte, die alle Zimmer mit ziemlicher Gleichgültigkeit durchschritt. Ohne auf Fabians weiteres Urteil zu warten, fügte sie hinzu: ,, Haben Sie übrigens heute schon zu Abend gespeist? Nein! Das finde ich herrlich!" Sie klatschte sogar etwas in die Hände. ,, Dann seien Sie so nett und speisen Sie mit mir. Ja? Wir werden diesen abscheulichen Abend zusammen verbringen, wenn es Ihnen recht ist. Nehmen Sie Platz, bitte, und machen Sie es sich bequem. Hier sind auch Zigaretten." Charlotte wartete kaum Fabians Zusage ab und schien zu fürchten, daß er ihre Einladung aus irgendeinem Grunde ablehnen könne. ,, Ich werde beim Kellner zwei Abend­essen bestellen, was er bringt, ist schließlich gleichgültig. Aber Sekt werde ich kommen lassen, wenn Sie nichts dagegen haben. Denn heute abend muß ich unbedingt Sekt trinken, viel Sekt! Ich bin Gast des Gauleiters, solange ich im Hotel wohne, müssen Sie wissen, und er befahl mir ausdrücklich, nicht knauserig zu sein." Sie klingelte dem Kellner. ,, Sie wissen besser als ich, Herr Fabian, welche Sektmarke hier im Hause die empfehlenswerteste ist und sprechen bitte mit dem Kellner. Ach, wenn Sie ahnen könnten, in welch furchtbarer Stimmung ich mich heute abend befinde!"

Und die schöne Charlotte lachte, während sie das sagte.

XIV

,, Niemand weiß, in welch furchtbarer Stimmung ich heute abend bin", sagte Charlotte abermals, nachdem sie gespeist hatten -und vom Speisezimmer in den reizenden kleinen Salon über­siedelten. Und wiederum lachte sie dabei. ,, Sie glauben es nicht, Doktor, weil ich dabei lache? Ach, wie wenig kennen Sie doch die Frauen!"

,, Dann muß ich Ihre große schauspielerische Kunst be­wundern, Ihre schlechte Laune zu verbergen", antwortete Fabian.

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