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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
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Auf diese Weise kam sie in die Nähe des bischöflichen Palais, wo sie in einer Seitengasse anhielt, um sich nicht von einer Gruppe von Parteioffizieren begaffen lassen zu müssen, die auf dem Platze standen.

Als sie die Stufen zum ,, Residenzcafé" hinaufsteigen wollte, fie­len ihr die ausholenden Gesten eines eisgrauen, sehr beweglichen Offiziers auf dem Platze auf, in dem sie sofort Oberst Thünen erkannte. Ihre Mutter nannte Thünen den Bajazzo, weil er keinen Augenblick ruhig stehen konnte und immer mit den Händen redete. Oberst Thünen sprach mit einem jüngeren, schlanken Offizier, der neben ihm stand und lachte, aber im gleichen Augenblick stockte Christas Atem, und sie zog den Fuß von der Stufe wieder zurück.

Dieser schlanke Offizier, der lachte, war ihr plötzlich bekannt vorgekommen, aber sie sträubte sich, es für möglich zu halten. ,, Es ist unmöglich!" flüsterte sie und erbleichte.

In diesem Augenblick marschierte eine Kolonne brauner Par­teisoldaten in militärischem Schritt über den Platz und der schlanke Offizier trat einige Schritte vor und hob salutierend den Arm. Er wandte ihr dabei voll das Gesicht zu und da erkannte sie ihn. Kein Zweifel! Es war Fabian!

Sie taumelte zurück und suchte Halt an einem jungen Baum, dann tastete sie sich über den Bürgersteig und schlüpfte in einen kleinen Laden, der eben geöffnet wurde. Hier pflegte sie ge­wöhnlich ihre Handschuhe zu kaufen.

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Was ist mit Ihnen?" fragte sie freundlich eine ältere weiß­haarige Dame, der dieser Laden gehörte. ,, Ist Ihnen nicht wohl, Fräulein Lerche- Schellhammer?"

,, Verzeihen Sie, mir ist übel geworden!" Und Christa nahm auf einem Stuhl Platz, so sehr zitterten ihre Beine. Sie war weiß wie eine Wand. ,, Unmöglich! Unmöglich! Unmöglich!"

Man reichte ihr ein Glas Wasser und sie erholte sich langsam. ,, Ein bißchen Ruhe wird Ihnen gut tun, Fräulein Lerche­Schellhammer", sagte die alte Dame. ,, Vielleicht sind Sie er­

schrocken?"

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