II
Tagelang erwärmte Christas Antwort Fabians Herz, zumal es in seinem ,, Büro Aufbau" um vieles ruhiger geworden war. Die Unrast des Sommers war gewichen und man konnte nun in Ruhe einen Likör mit einem guten Bekannten trinken, ohne sich Vorwürfe machen zu müssen.
Noch als der Schnee um die schwarzen, pechbesudelten Asphaltwagen wirbelte, sah man die Arbeiter in dicken Socken im Qualm in den Straßen arbeiten, erst die Kälte vertrieb sie. Der Umbau des Hans- Rumpf- Platzes war im Rohbau fertiggestellt, und Baurat Krieg hoffte, ihn im Frühjahr mit all seinen Läden und Magazinen bis auf die letzte Fensterscheibe zu vollenden. Vom ersten Mai an sollte auf dem Hans- Rumpf- Platz der Wochenmarkt stattfinden und die Umgestaltung des alten Rathausplatzes beginnen.
Im Herbst trafen noch die Pläne und Entwürfe für das Gemeinschaftshaus ein, das den Stolz von Taubenhaus bildete. Sie kamen aus München und stammten aus dem Atelier eines vielgenannten Architekten. Es erschien als eine Art Wolkenkratzer und sah ziemlich langweilig aus, trotz seiner vier dünnen Ecktürmchen, die an Minarette erinnerten. Fabian bestellte ein richtiges Gemälde, groß wie eine Türe, auf dem das Gebäude hoch über den Wipfeln des Hofgartens imponierend dargestellt war. Es fiel derart glänzend aus, daß Taubenhaus es in seinem Empfangszimmer anbringen wollte. Vorher aber ließ Fabian es im Schaufenster des Juweliers Nicolai ausstellen, und wochenlang stauten sich die Spaziergänger davor, um das Gemälde mit offenen Mäulern zu bestaunen.
Die vorbereitenden Arbeiten für das Gemeinschaftshaus waren noch im Spätherbst ausgeführt worden. Der ,, Friedenstempel" im Hofgarten, ein verträumtes, bescheidenes Pantheon im Stile Schinkels, nach den Befreiungskriegen von der Stadt errichtet, wurde abgebrochen und sollte im Frühjahr an einer stillen Stelle des Parks wieder errichtet werden. An seiner Stelle sollte auf einer grünen Anhöhe, von der aus n man die ganze Stadt überblickte, das Gemeinschaftshaus erstehen. Vorläufig wurde der
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