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Schon herrschte Ausgelassenheit und Lärm an der Tafel, Ungebundenheit und Geschrei würden in kurzer Zeit folgen. ,, Ludwig der Vierzehnte", rief Rumpf mit einer Stimme, die durch den Lärm drang, ,, oder war es Ludwig der Sechzehnte? Après nous helfen Sie mir, Möhn!"
-
,, Après nous le deluge!" antwortete Möhn, der einzige, der ein annehmbares Französisch sprach.
,, Falsch! Er kannte uns nicht, jedenfalls paßt es nicht auf uns!" schrie Rumpf. ,, Wir müssen den Spruch ändern, Möhn: Nach uns das Paradies!"
Möhn erhob sich und deklamierte salbungsvoll mit ausgebreiteten Händen: ,, Après nous le paradis!"
Man klatschte begeistert in die Hände.
,, Lassen Sie zwei Dutzend von diesem göttlichen Veuve Cliquot kaltstellen", rief Rumpf den schwarzbefrackten Kellnern zu und erhob gegen Charlotte das Glas. ,, Ob es nun Ludwig der Vierzehnte oder der Sechzehnte war, das ist schließlich einerlei", sagte er. ,, Ich jedenfalls bedauere es sehr, heute keiner der Sonnenkönige zu sein!"
Charlotte errötete. Sie wußte nicht, wie sie seine Worte deuten sollte, legte sie aber als ein Kompliment aus.
Gleich darauf hob der Gauleiter die Tafel auf, und die Tischgesellschaft begab sich in den Salon nebenan, in dessen Mitte ein großer Mahagonitisch stand. Der Salon war ein einziger Blumengarten. Im Vorbeigehen wandte sich Charlotte an Graf Dosse, aber im Augenblick, da sie ein Wort an ihn richten wollte, rief der Gauleiter sie an, und sie eilte weiter. Graf Dosse folgte in den Salon und nahm in einer Ecke bei der Türe unter einem Lorbeerbäumchen Platz. Kaffee und Liköre wurden gereicht. Graf Dosse fühlte sich wohl unter seinem Lorbeerbäumchen, niemand störte ihn hier, während er durch die Blumenbüsche in den hohen Vasen alles beobachten konnte. Im Programm war vorgesehen, daß er nach Tisch ein kleines Violinsolo vortragen sollte, aber niemand erinnerte ihn daran, und Möhn hatte soviel mit seinem hübschen Flirt, der Berlinerin mit dem Modesalon, zu tun, daß er ihn vergaß.
Dosse hatte sich darauf gefreut, sich heute abend vor Char
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