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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
Seite
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,, Vorausgesetzt, daß Sie die volle Bürgschaft übernehmen und mir diese Bürgschaft schriftlich geben, bin ich gewillt, Fahle jeden Sonntag von zehn bis acht Uhr im Institut arbeiten zu lassen."

Fabian gab die Bürgschaft schriftlich. Er bat Marion telefo­nisch in sein Anwaltsbüro und teilte ihr die gute Nachricht mit. Das schöne Mädchen jubelte hell auf und fiel ihm augen­blicklich um den Hals.

,, Gott im Himmel!" rief Marion lachend aus, während Tränen in ihren schwarzen Augen glänzten. Papa wird über­glücklich sein und Ihnen ewig danken."

,, Grüßen Sie Ihren Vater tausendfach", sagte Fabian. ,, Ich wäre ja selbst mit Freuden nach Amselwies hinausgekommen, aber Sie wissen, wie sehr ich überlastet bin."

,, Papa und wir alle", entgegnete Marion ,,, sind rechtschaffen unglücklich, daß die Umstände es Ihnen nicht mehr erlauben, zu uns zu kommen."

,, Die Umstände?"

Marion lachte. ,, Weshalb tun Sie so erstaunt? Wir sind Juden, um es ganz offen zu sagen."

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rief sie aus,

Fabian erhob sich. ,, Wollen Sie mich verletzen, Fräulein Marion?" erwiderte er. ,, Ich kümmere mich nicht im geringsten um diese läppischen Dinge. Am kommenden Sonntag um fünf Uhr bin ich bei Ihnen, werde ich nicht stören?"

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Marion klatschte in die Hände. Herrlich!" rief sie lachend aus. ,, Sie werden glückliche Menschen sehen!" Nun aber wollte sie gleich aufbrechen, um die beiden Freudenbotschaften nach Hause zu bringen. Fabian aber ließ sie nicht gehen, er unterhielt sich mit ihr noch eine halbe Stunde, obgleich sein Wartezimmer voller Leute war. Marions frohes Lachen erfüllte sein Büro.

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Als sie sich verabschiedete, bat sie lachend und errötend, ihm zum Dank für seine Güte die Hand küssen zu dürfen. Dabei standen ihre schwarzen Augen wieder voll Tränen.

Fabian verweigerte es lachend. ,, Das wäre ja noch schöner!" sagte er. ,, Zum Dank bitte ich meinerseits um eine Gunst, schöne Marion." Und er küßte sie auf die Stirn, sie verwehrte es ihm nicht, sondern hielt ganz stille.

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