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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
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dem neuen Platz entstehen, ein völlig neues Geschäftsviertel würde emporwachsen. Aber dieser Taubenhaus, der ohne große Umstände eine Treppe für dreißigtausend Mark bauen ließ, hatte noch eine Menge Bedenken. Endlich wurde Schilling, Fabians Nachfolger, mit dem Ankauf der Reitschule beauftragt.

Hier aber gab es eine neue Schwierigkeit, die den ganzen Plan überhaupt in Frage stellte. Die Reitschule war unterdessen in anderen Besitz übergegangen. Jahrelang gehörte sie einer Mühle, die sie als Lagerraum benutzte, ein Haufen von leeren Mehl­säcken lag darin, das war alles. Vor vier Wochen aber wurde sie an einen auswärtigen Interessenten verkauft, Justizrat Schwa­bach hatte die Verkaufsurkunde ausgefertigt. Der unbekannte Interessent wollte die Reitschule zu einem Kino umbauen. Baurat Krieg war völlig außer sich. ,, Ein wahres Verhängnis!" ,, Vor jammerte er und streckte die Hände zum Himmel empor. ,, kaum vier Wochen, bedenken Sie! Natürlich haben wir zuviel Zeit verloren. Man hat es wahrhaftig nicht leicht auf dieser Welt!"

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Wir wollen noch nicht den Mut verlieren, lieber Freund", beruhigte ihn Fabian.

,, Ach, ich könnte mir die Haare ausreißen!" schrie Krieg.

Überraschenderweise aber zeigte Taubenhaus eine Großzügig­keit, die niemand von ihm erwartet hätte. Er hatte sich nun mit dem Projekt befreundet und gab nicht so leicht eine Sache von dem aus­verloren. Schwabach mußte die Reitschule wärtigen Interessenten zurückkaufen, was ihm nach vielem Hin und Her auch gelang. Der auswärtige Interessent verdiente an der Transaktion in vier Wochen dreißigtausend Mark.

Der Baurat atmete auf. Ein boshafter Zufall hätte uns zu guter Letzt noch einen Schabernack gespielt", rief er beglückt aus und lud Fabian zum Abendessen ein.

Fabian wurde nachdenklich. ,, Denken wir nicht weiter dar­über nach, welche Art von Zufall es war", sagte er ,,, sondern freuen wir uns, daß alle Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt sind." Außer ihm, Krieg und Taubenhaus hatte niemand etwas von dem Projekt gewußt. Es fiel ihm ein, daß Taubenhaus sich bei den Verträgen mit den Asphaltierungsfirmen eigensinnig auf

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