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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
Seite
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bot sich, noch heute an die Fabrik zu telefonieren, um anzu­fragen, wann die Sessel lieferbar seien. Auch so einen niedrigen Tisch könne sie brauchen, nur doppelt so groß. Herr Stoll ver­sprach, den Tisch zu besorgen.

Dann besuchte Clotilde das Geschäft von Kemnitzer, um Gar­dinen einzukaufen. Damit war es Abend geworden.

Ja, bei Gott, was man alles brauchte! Eine Reihe von Tagen war sie unterwegs. Ein Teeservice für zwanzig Personen und Likörgläser, denn die Herren kamen ja nicht wieder, wenn man ihnen nicht wenigstens einen Likör vorsetzte. Natürlich müßte sie auch einen Vorrat von Likören und Schnäpsen im Hause haben, damit sie nicht immerzu rennen mußte. Sie kaufte gleich eine ganze Kiste voll.

Baronin Thünen begleitete sie häufig.

,, Ich habe meinen Mann im, Stern' einquartiert, solange die Wohnung renoviert wird", sagte Clotilde.

,, Dann werden Sie wohl auch Ihre beiden Jungen bald kom­men lassen, meine Liebe?"

,, Ja, Sie erraten meine Gedanken, dann werde ich sie kommen lassen. Leider wird es noch ein Weilchen dauern, denn vor­läufig habe ich ja einige Zeit mit der Wohnung zu tun."

Um einen genügend großen Teppich zu finden, waren die beiden Damen eine volle Woche unterwegs. Sie gaben sogar eine Annonce in der Zeitung auf. Endlich wurde ihnen ein großer Teppich angeboten, der Clotildes neuen Salon völlig bedeckte. Er gehörte einer Generalin, die ihn abstoßen wollte und der Baronin bekannt war.

Auf dem Wege zu ihr kamen sie am Geschäft des Juweliers Nicolai vorbei, vor dessen Auslagefenster sich eine Menge Men­schen drängte, besonders junge Mädchen. Irgend etwas Beson­deres mußte zu sehen sein! Mitten im Fenster lag ein schwarzes Samtkissen, worauf, ganz wie ein Orden, ein Hakenkreuz aus Brillanten geheftet war. Ein Kärtchen lag vor dem Kissen: Eigentum von Frau Cäcilie Sch.

,, Cäcilie Sch.? Wer mag die Glückliche sein?" fragte die Ba­ronin, von Staunen und Ehrfurcht überwältigt.

,, Cäcilie Schellhammer? Es gibt ja wohl nur eine Dame in der

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