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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
Seite
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, Wenn ich, oder noch besser Sie mit dem neuen Direktor des Krankenhauses sprächen?" widersprach Fabian.

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,, Direktor Sandkuhl ist ein Fanatiker", raunte Schwabach so leise und tief, als befürchte er, jemand lausche an der Türe. ,, Er lebt wahrscheinlich in der Furcht, daß Fahle als fanatischer Jude die unersetzlichen Instrumente zerstören könnte. Lächeln Sie nicht! Wie ein Katholik an das Dogma glaubt, ohne zu deuteln, so glaubt er an die Unfehlbarkeit der höchsten Stelle. Wir kennen die Gedankengänge der höchsten Stelle nicht. Vielleicht ist sie der Ansicht, daß die Juden für die deutsche Mentalität schädlich sind, vielleicht glaubt sie, daß der Einfluß des Judentums die deutsche Mentalität in hundert Jahren zerstören und vernichten wird? Wer sollte es wissen? Nur ein Seher und Prophet könnte es wissen! Sandkuhl wagt es nicht, eine eigene Meinung zu haben. Er kommt von der Armee und ist gewohnt, Befehle blind aus­zuführen."

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Fabian erhob sich. ,, Sie erlauben mir, daß ich es trotzdem ver­suche", versetzte er. Vielleicht gelingt es mir, Sandkuhl zu überzeugen, daß die von der ganzen Stadt geschätzte Persönlich­keit Fahles und seine wissenschaftlichen Forschungen eine Aus­nahme zulassen."

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Schwabach stand ebenfalls auf, er schüttelte den Kopf. ,, Sie werden nichts erreichen, lieber Freund, nichts und bei niemand!" fuhr er mit gedämpfter Stimme fort. ,, Ich weiß, wie man an höchster Stelle denkt, glauben Sie es mir. Als Kollege aber, der Sie schätzt, gebe ich Ihnen den guten Rat, lassen Sie die Hände von diesen Dingen!"

,, Patrio lächelnd.

Fabian blickte Schwabach forschend an und zögerte zu ant­

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Darauf legte Schwabach seine fleischige Hand auf Fabians Schulter und setzte hinzu: ,, Es ist der Rat eines Freundes. Sie begeben sich auf ein heikles Gebiet, ja auf ein gefährliches Ge­biet! Hören Sie auf mich."

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Er geleitete Fabian bis ins Vorzimmer und sagte mit seiner gewöhnlichen lauten Stimme: ,, Und das mit der Stadt bringen Sie wohl am besten bald ins reine? Taubenhaus ist ein großzügiger Mann, der das Herz auf dem rechten Fleck hat." Da Fabian nicht

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