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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
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aber alle übertrieben waren. Fast niemand hatte sie gesehen. Ein­mal ließ Rebekka, Hausdame und Wirtschafterin, Fabian, der sehr neugierig war, einen Blick hineinwerfen, und er fand, daß die Gasträume keineswegs über den Geschmack und Komfort erstklassiger Hotels hinausgingen. Das Haus selbst aber, ja natür­lich, es war kein Kunststück, daß es jemand gefiel. ,, Clotilde hat recht, in solch einem Haus würde man menschenwürdig leben!" sagte er zu sich.

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Schöner und bestechender noch als das Haus war der Park, in dem es lag. Er bestand fast nur aus exotischen Sträuchern und Bäumen. Er war nicht groß, aber nach Art japanischer Gärten täuschte er Größe vor. Zu dem Landhaus gehörte ein ausgedehn­ter Obstgarten mit edlen und gepflegten Bäumen, Treibhäuser und eine kleine Landwirtschaft. Das war die Welt, wo der Sani­tätsrat sich wohlfühlte. Er verbrachte im Sommer jeden Vor­mittag von sechs Uhr an im Obstgarten bei seinen Bäumen, von deren Pflege er mehr verstand als ein Gärtner, und in der Land­wirtschaft, die musterhaft geführt wurde. Er beschäftigte nur erprobte Leute, und sein Stolz bestand darin, daß sich Amsel trotz beträchtlicher Löhne nur mit geringen Zuschüssen( er nannte sie minimal) erhielt. Der Sinn des Sanitätsrats ging nicht auf Reichtum, er war sogar dafür bekannt, daß er besondere Krankheitsfälle ohne jedes Honorar behandelte. Arme Frauen und Kinder hatte er häufig auf längere Zeit zur Rekonvaleszenz in einen Kurort geschickt.

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In Amsel lebte der Sanitätsrat, der verwitwet war, mit seiner Tochter Marion, einer älteren Hausdame Rebekka und einigen Dienstboten. Rebekka war wie die Herrin im Hause. Sie hatte Marion von Kindheit an wie eine Mutter erzogen und wurde Mamuschka genannt.

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Als Fabian nach kurzer Autofahrt vor Amsel ankam, vernahm er vom Hause her ein heiteres, herzliches Lachen, an dem er so­fort die ausgelassene Heiterkeit Marions erkannte. Zur gleichen Zeit erblickte er auch Marion, die unter einem Busch auf einer Steinbank saß und mit einem kleinen weißen Kätzchen spielte, das auf ihrem schwarzen lockeren Haarschopf herumkletterte. Marion neckte das Kätzchen mit einem kleinen Zweig, nach dem

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