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Nun wurde auch Fabian von Unruhe ergriffen.„Retta hat recht, gehe hinaus auf die Felder, Wolfgang“, sagte er rasch.„Du ersparst dir Unannehmlichkeiten. Ich werde öffnen.“
Wolfgang aber ging statt aller Antwort rasch zur Türe.„Laßt euch nicht auslachen“, entgegnete er und öffnete die Türe.„Ist jemand da?“ rief er laut und verließ das Atelier.
Alle drei lauschten und regten sich nicht.
Man hörte Stimmen auf dem kleinen Flur, dann wurde eine Türe geschlossen und man vernahm die Stimmen hinter der Wand, diesmal etwas lauter. Einige Minuten vergingen, die Stimmen drangen noch immer durch die Wand, dann hörte man wieder im Flur sprechen.„Sie werden pünktlich sein!“ sagte eine unhöfliche Stimme. Die Haustüre wurde geschlossen.
Wolfgang kehrte wieder in den Arbeitsraum zurück. Er sah blaß und verstört aus und seine Hand zitterte, als er nach den Streichhölzern griff, um die erloschene Zigarre wieder anzu- zünden.„Das waren wahrhaftig widerliche Burschen!“ knurrte er wütend vor sich hin.
Retta war die erste, die den Mut fand, ein Wort an ihn zu richten.„Lieber Gott, wie blaß Sie aussehen, Herr Professor!“ rief sie aus.
Endlich hatte Wolfgang die Zigarre wieder in Gang gebracht. Das Blut schoß in sein Gesicht zurück.„Geh in deine Küche, Retta, und sieh zu, daß dein Essen fertig wird!“ herrschte er Retta an, indem er zu ihr hinschielte.
Retta verschwand augenblicklich. So außer Rand und Band hatte sie den Professor noch nicht gesehen.
„Gottlob, daß du wieder da bist, Wolfgang!“ sagte Fabian. „Was wollten die Leute denn?“
Wolfgang zuckte wütend die Achseln.„Die Burschen traten in der Tat recht anmaßend auf“, sagte er, fast nicht verständ- lich, während er an der Virginia zog.„Welch bodenlose Unver- schämtheit! Die beiden Kerle überbrachten mir eine Vorladung.“
„Eine Vorladung?“ fragte Gleichen erschrocken und sein hagerer Kopf reckte sich in die Höhe, während sein Blick auf- glühte.„In die Heiligegeistgasse?“ Gleichen wußte in diesen Dingen Bescheid.
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