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Die braune Apokalypse : Erlebnisbericht eines ehemaligen Redakteurs der Arbeiterpresse aus der Zeit der Nazityrannei / Conrad Finkelmeier ; mit Sonetten von Marga Pfeiffer
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147
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zu i Es war in jenem Augenblick alles gleich, nur das eine nicht: fort, fort... den endgültigen Schlagbaum setzen hinter das Grauenhafte, Entmenschte,

ugen-*, namenlos Gemeine... Ich fuhr und fuhr. Wie Träume glitten Wiesen, Felder, Wälder und Ort-

dacht schaften an mir vorüber. Und allmählich rang sich durch das Rattern der Räder und den letzten erade Rest von eingefressener Angst hindurch der selige Gedanke: Hier wird griff, auch bald die Befreiung: sein, die endgültige Befreiung vom braunen Terror,

Ich und dann kommt das Unausdenkbare, Wunderbare: die Heimfahrt zu Frau

eilte, und Kind, zu Glück, Ruhe und Frieden.....

‚piere

afen.| Ruf der Opfer des Faschismus

Infug ne Habt ihr es nicht gewußt, wie wir verdarben? Wie unsre Rücken blutigrot sich wanden, > wie unsre Herzen voll von Leiden brannten, ‚esten| wie wir durch Hunger, Gas und Galgen starben, ı den j wie Vieh gemetzelt und gemäht wie Garben? h N Habt ihr es nicht gewußt? Am Unbekannten keine vorbei- und doch so ängstlich scheu Genannten, j. da griffen eure Hände hin und warben. 1 ein- E0e |® Aus Angst, daß unser Los das eure werde, nen hoben sie sich zur Hitlerschmachgebärde. Ihr Millionen aufgehobne Hände, klich-! Jessen j{ ihr Geister, schwach und feige ohne Ende, der| tragt mit die Schuld an unsrer Not und Leere. ne Jetzt sühnt! Und baut das Denkmal unsrer Ehre.

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