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Kette der Tage : Gedichte aus Dachau / Kupfer-Koberwitz
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So schreitet er alle Reihen entlang, er, der jüngst dem Lager entfloh- zwölftausend Mann stehen- jedem ist bang-| die SS grinst höhnisch und roh.|

| Es haben die Häscher ihn eingebracht,

gefangen, geschlagen, gequält->. sie haben über sein Elend gelacht| und die Schläge nicht erst gezählt.>»

Jetzt wartet auf ihn der Prügelbock- und zwölftausend Mann solln es sehn die SS steht da mit dem Ziemer-Stock, den sie lachend in Händen drehn.

Und es dröhnt die Trommel, dröhnt schaurig auf, hallt wider von jeder Wand-

nichts hemmt nun mehr des Geschehens Lauf, keines Schicksals kräftige Hand.-

Jetzt nehmen sie ihm schon die Trommel ab

und krempeln die Ärmel sich hoch...- I. rings liegt ein Schweigen, wie tief aus dem Grab... | nur der Zorn steigt in allen hoch.-

Nun geht er zu jenem schändlichen Ding,

zu der Strafbank der Barbarei...-- Horch, was da das Echo der Wände fing-

war das nicht ein menschlicher Schrei?-