Sag' es mit Potgieter!
Ich hoffe nur, daß es viele, recht viele gut begriffen haben. Und auch das über Lincoln und die anderen.
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Hatte diese mit Zustimmung der Deutschen erscheinende!- Ausgabe nicht den Wert eines illegalen Pamphlets?
Ich bin fest davon überzeugt, daß es wichtig und richtig war, diese Auswahl getroffen und diese Möglichkeit genutzt zu haben, und daß ich sie nicht irgendeinem VNVer überließ. Monatelang habe ich wie ein Verrückter gearbeitet. Es folgte eine Auswahl aus den historischen Aufsätzen Bakhuizen van den Brinks, dann eine Auswahl aus Hoofts Arbeiten- gleichfalls mit möglichst ,, aktuellen" Stücken, wie zum Beispiel ,, Die Geusen" ,,, Die Enthauptung von Egmont und Hoorn" ,,, Albas Einzug" und so weiter und später eine neue Ausgabe von Gells ,, Forschung und Phantasie"( Prof. de Vooys möge es mir verzeihen!).
Wenn ich nun von hier, von Dachau aus, zurückdenke an diese Zeit fieberhaften Arbeitens, um diese Kuckuckseier in das Nest der ,, zugelassenen" Bücher zu legen, an die langen Monate, in denen ich versuchte, unsere nationale Literatur- auf meine Art zu verteidigen gegen Naziinterpretierung, taucht erneut bei mir die Frage auf: war das alles eigentlich wichtig?
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War wirklich am Anfang das WORT? Nein, am Anfang war die TAT!
15. Juli
Der Schluß meiner gestrigen Aufzeichnungen klingt vielleicht etwas pathetisch, aber ich habe es geschrieben, um mir selbst einen Ruck zu geben.
Literarischer Widerstand- Widerstand mit Worten allein- ist nicht ausreichend. Das tat ich seit 1933, vom Augenblick der Machtergreifung Hitlers an- und auch schon lange vorher.
Früher als die meisten meiner Freunde. Und zwar so intensiv und gründlich, daß ich nicht mehr Zeit fand, das zu schrei
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