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Das eiserne Tor : Gedichte / Franz Heitgres
Entstehung
Seite
71
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KLOPFZEICHEN

Still, ich höre leises Pochen. Rührt sich unten jetzt mein Kamerad?

Will mit mir Verständigung wohl suchen,

Und schon klappt das eingeübte Abc. Doch nur leise darf er klopfen,

Muß genau dann meine Schritte zählen Und zugleich auch immer horchen Nach den Stimmen auf dem Gang, Denn von dorther droht uns die Gefahr.

Stört auch mancher Schreck von draußen Unser mühsam angefangen Werk, Niemals darfst du die Geduld verlieren, Unser Tag ist endlos lang.

So ein Wort von dir zu mir

Und zurückgesandt zu dir,

O wie zaubert es die Zeit hinweg.

Seid doch nicht so laut da draußen, Denn soeben ruft mein Kamerad: Tatata taa, tatata taa, Weh, ich hör ein Türenschließen, Hat man etwa ihn ertappt?

Voller Unruh horche ich am Boden, Doch vorbei.ist die Gefahr; Wieder ist das leise Pochen da: Tatata taa, tatata taa!

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