WIEDERSEHEN IM KZ. (An Walter Christensen)
Die Stunde schlug so hart,
Wir mußten auseinandergehen.
Weißt du, mein Freund, wie dich das Schicksal narrt2 * Ich wußte nicht, wann wir uns wiedersehen.
Die Zeit,— unsagbar schwer,
Sie wollt’ und will nicht lichter werden. Bedenk, mein Freund, es ist schon lange her, Da träumtest du vom Glücklichsein auf Erden.
Die Glocke schlägt nun fern,
Ich mußte deinen Weg erleben. i Ich glaub’, mein Freund, es ist der gleiche Stern, Der uns gemeinsam führt durchs Weltenleben.
Hier ruht nun Hand in Hand,
In Schmutz und Haß erneut gefunden. Du weißt, mein Freund, es ist das alte Band, Das Auferstehen stark erlebter Stunden.


