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STARE
Schon wieder neigt der Sommer sich zum Ende, Der Herbstwind treibt die Wolken wild dahin, Und immer harr' ich noch der Schicksalswende, Weil ich im Kerker eingeschlossen bin.
Am Himmel droben jetzt die Stare kreisen, Sie sammeln sich erneut zum großen Zug, Schon wollen ihre Schwärme südwärts reisen,- Wehmütig folgt mein Sehnen ihrem Flug.
Wie seid ihr zielbewußt in eurem Streben
Und voller Stärke, weil ihr einig seid!
Wann darf auch ich in euren Höhen schweben, Mit Freuden ziehn in eine beẞre Zeit?


