DER EICHELHÄHER
Kräkerekä raakiii,-
Schreit es lärmend vor meinem Fenster.
Immer lauter, immer stärker. Drüben in der Zirbelkiefer Treibt ein Eichelhäherpärchen Sein wundersames Liebesspiel. Balzt und schnarrt und klappert, Springt lustig von Ast zu Ast.
Bald schon hebt das Weibchen sich Mit raschem Flug zum höchsten Wipfel auf, Lockend und begehrend folgt der Hahn
Im kreisend- starken Schwung.
Herrlich leuchtet sein Gefieder:
Schwarz und weiß und glänzend tief im Blau. Prächtig- schöner Vogel, bleib in meiner Näh', Denn du bist mir Zeichen der Natur
Und der Schönheit,
Die ich nicht mehr seh'.-
Doch im Werben und im Tändeln
Streicht das Pärchen bald davon.
Weithin durch der Bäume grüne Kronen Sehe ich die beiden froh entschweben, Und ich höre aus der Ferne noch den Ruf Vom Liebesspiel und fremden Leben: Kräkerekä raakiii.
555


