DER TRAUM
Ich war erwacht, die Tür stand offen, Ich traute meinen Augen nicht.
Konnt' ich ein solches Glück erhoffen? Durft' ich hinaus ins Sonnenlicht?
Ich eilte schnell und ohne Zagen Durchs schwere Eisentor hinaus; Ließ mich von meiner Sehnsucht jagen, Wollt' wandern nach dem Vaterhaus!
Dort hinter jenen grünen Hecken Muẞt' ich es endlich wiedersehn. Du, Heimat, heißgeliebter Flecken, Durch deine Fluren durft' ich gehn. Hier, wo mich Wald und Moor umgaben,
Sog ich erneut den Blütenduft;
Die Erde sollt' mich wiederhaben,
Ich atmete die frische Luft.
Ich warf mich nieder auf die Erde Und spürte ihren ew'gen Saft; Als spräche sie zu mir: ,, Es werde!" Erwachte in mir neue Kraft.
Den Boden packten meine Hände,
Und was ich tat, ich wuẞt' es kaum,
Denn was ich griff, das waren Wände,-
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In Nichts zerging mein schöner Traum.
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