schon vor den Bretterwagen gespannt hatte und wartete. Gotthelfs Frau blieb mit dem schreienden Säugling zurück. Die anderen setzten sich auf die Decken, in die sie den Friedrich packen wollten, und der Wagen knarrte aus dem Tor. In der Nachbarschaft bellten die Hunde. Gotthelfs Ochse eilte sich
nicht.
Als sie endlich an die Schneise kamen, stiegen sie ab, denn der Weg war steil. Gotthelf führte den Ochsen, Friedrichs Frau und Hanna schoben den Wagen. So ging es bergan, bis Gotthelf haltmachte und die Frau aus dem Walde ein schmerzvolles Stöhnen hörte. Die ganze Zeit über hatte sie Gotthelf angetrieben. Jetzt klammerte sie sich an die Bretter des Wagens und rührte sich nicht. Der Alte mußte sie mit Gewalt losreißen, bevor sie ihm in den Wald folgte.
Zuerst konnte sie in der Dunkelheit in dem Stück Mensch, das auf der Erde lag und jammerte, ihren Mann nicht erkennen.
,, Habt ihr aber lange gebraucht!" schimpfte Friedrich mit schwacher Stimme. Die Frau kniete neben ihm nieder, sie nahm ihr Kopftuch ab und wischte ihm den Schweiß vom Gesicht. Darauf sah sie sich um, was zu tun sei. Gotthelf hatte einen Strick mitgebracht; den schlangen sie erst um den Stamm, unter dem Friedrich lag, dann warfen sie ihn über den breiten Ast einer Buche in der Nähe.
Hanna brachte indessen die Flasche mit dem Kaffee. Sie mußte Friedrich zu trinken geben wie einem Kind. Da sie aber seinen Kopf nicht anheben konnte, floß der Kaffee über Gesicht und Bart. Friedrich sagte nichts.
Gotthelf hatte den Ochsen herbeigeholt und knüpfte das lose Ende des Seils, das von dem Buchenast herabhing, an die Stränge des Geschirrs.
,, Ob er auch hält?" fragte er die Frau und drehte den Strick in den Händen. Statt zu antworten, flüsterte Gotthelf:
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