Wenn ich den Stamm anhebe, mußt du den Friedrich drunter wegziehen. Seine Füße fuhren suchend über den Boden, schließlich hob er einen schweren Knüppel auf. Die Frau stieg über den Fichtenstamm, sie stieß Hanna beiseite und beugte sich wieder über den Mann.

Da drosch Gotthelf auf den Ochsen los. Die Schläge klatsch- ten auf das zerschundene Fell und auf die herausstehenden Knochen. Rasch tat der Ochse ein paar Schritte vorwärts, bis das Seil gespannt war. Gotthelf schlug weiter mit seinem arm- dicken Knüppel auf ihn ein. Die Hufe in den weichen Wald- boden gestemmt, zerrte der Ochse an dem Strick, und lang- sam hob sich der Stamm. Die Frau packte Friedrich unter den Achseln und schleifte mit einem Ruck seinen schweren Körper über den Boden.

Friedrich brüllte. Dumpf und grell zugleich stieg aus dem weit geöffneten Loch des Mundes sein Schrei und erfüllte den Wald. Die drei, die sich um Friedrich bemühten, erstarrten.

Als Friedrich wieder schwieg, faßte sich die Frau am schnellsten.Hol rasch die Decken, schrie sie Hanna an. Man hätte die Decken gleich mitnehmen sollen. Das Mädchen hörte sie nicht, denn noch immer hatte sie die Fäuste gegen die Ohren gepreßt. Die Frau riß ihr den Arm weg.Die Dek- ken hol, schrie sie. Mit einer eckigen Bewegung wandte sich Hanna und lief zum Wagen hinüber. Friedrich lag wie tot am Boden. Die Frau fühlte sich schlecht. Sie lehnte den Kopf gegen einen Baum.

Gotthelf schnitt den Strick durch. Dumpf fiel die Fichte auf den Boden zurück.

Inzwischen raffte Hanna mit zitternden Händen die Decken vom Wagen. Als sie sich umkehrte und in den Wald zurück wollte, standen zwei Männer vor ihr, der Förster und der Zigeuner . Beide hielten sie Gewehre unter dem Arm und der

Förster leuchtete ihr mit einer Lampe ins Gesicht.

152;