könne. Er lag mit dem Kopfe talwärts, und das Blut sammelte sich in seinen Schläfen. Wenn nur endlich jemand käme, dachte er.

Da spürte er leise Schritte auf dem Boden und das Schleifen einer Kette. Das mußte Gotthelf mit seinem Ochsen sein. Friedrich rief leise nach ihm, doch brauchte der Alte seine Weile, bevor er den Verletzten fand.

Mein Gott, mein Gott , jammerte er dann,was ist dir nur geschehen? Er tastete sich im Dunkeln um Friedrich herum. Ungeschickt stieß er ihn mit dem Fuße an.

Gib doch acht! schimpfte Friedrich und wollte, daß Gott - helf den Baum anhebe, so daß er die Beine freibekomme. Ver- geblich bemühte sich Gotthelf, während Friedrich stöhnte und jammerte. Gotthelf war ärgerlich, daß er nichts erreichte, und er schalt auf Friedrich.

Sei doch endlich still, sagte er.Du holst uns noch den Förster auf den Hals.

Friedrich biß sich auf die Lippen, daß sie bluteten.Ich muß wohl die Äste abschlagen, stellte Gotthelf fest.Das wird dir freilich weh tun.

Ruh dich erst ein wenig aus, schlug Friedrich vor. Da- von wollte aber der Alte nichts wissen, er hob die Axt vom Boden auf.

Warte, bat Friedrich.Man muß es überlegen. Läßt es sich denn nicht anders machen? Daß er auch noch so weh- leidig sein muß, dachte Gotthelf, doch setzte er sich neben Friedrich auf den Boden. Er erschrak, als er Friedrichs wäch- sernes Gesicht aus der Nähe sah.

Ich glaube, ich schaffs nicht, dich hier herauszuholen, bekannte Gotthelf mutlos.Allein nicht. Du hasts gar zu gut gemeint. Der Baum ist zu schwer.

Friedrich antwortete nichts. Das Fieber schüttelte ihn. Sie hörten einen Schuß. Friedrich, der eben in eine neue Ohn-

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