Tage fortgeblieben. Er grüßte nicht und sagte kein Wort, und er packte seine Sachen zusammen und ging gleich wieder hinaus. Da hoben die anderen doch ganz vorsichtig ihre Blicke und sie sahen, daß sein Gesicht sich verändert hatte.

Nun war nicht nur seine Nase schief, auch sein Mund hing seltsam schräg im Gesicht und war gar nicht mehr schön. Seine Augen standen weit offen und blickten starr an allen vorbei. Eigentlich ging er wie ein Blinder, der seinen Weg nur aus Gewohnheit kennt und nichts sieht.

Was Heinrich Überling so verändert hatte, was ihm im Lager geschehen war, erfuhr niemand, denn er sprach mit niemandem darüber. Er erhängte sich auf dem Hofe seines Vaters noch am gleichen Abend. Er starb mit achtundzwanzig Jahren und war als Bauernsohn noch recht jung und hätte auch als Arbeiter die Hälfte seines Lebens noch zu leben gehabt.

Seine Leiche wurde von der Polizei beschlagnahmt. Die Leute im Dorf nämlich waren sehr aufgebracht über diesen Tod und nicht minder waren es die Arbeiter in der Fabrik. Die Behörden, die klug sind, dachten, daß es kein gutes Bild geben würde, wenn die Arbeiter der Fabrik und die Bauern des Dorfes den Heinrich Überling gemeinsam zu Grabe tra­gen würden.

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