das kriegt die Steuer. Was bleibt? Die Kartoffeln, Mensch, die Kartoffeln!"
Hühnchen hätte einfach dazwischenreden sollen, aber die Frage an Hermann fiel ihm schwer. Er traute sich nicht recht. Hermann nickte Stackelberger zu und gab nicht acht auf Hühnchen, sonst hätte er merken müssen, daß der ihn was fragen wollte.
Der Befehl zum Antreten erklang. Sie hängten sich die Tornister auf den Rücken, schnallten um und traten auf ihre Plätze. Hühnchen trabte mal wieder als der letzte an. Er sah, wie sich Hermann schon ärgerlich nach ihm umdrehte. Jetzt, auf dem Marsch wollte er ihn fragen. Er eilte, ins Glied zu kommen. Dabei fühlte er, daß an seinem Tornister etwas nicht in Ordnung war. Rasch griff er mit der rechten Hand unter der Achsel durch und fühlte mit gespreizten Fingern am Tornister entlang. Mit dem Mittelfinger blieb er an einer Schnur hängen.
Da hat mir einer einen Streich gespielt und was angebunden, dachte er noch und riẞ die Schnur ab.
,, Er hat abgezogen!" schrie es hinter ihm. Die Leute sprangen in den Wald hinein.
Hühnchen hob die Hand vor sein Gesicht. Die Schnur hatte er zwischen die Finger geklemmt, an ihrem Ende baumelte der Abzugring. Er hörte noch Stackelberger schreien: ,, Heilige Jungfrau Maria!" Da stand er schon ganz allein, die Hand mit der Schnur vor seinem Gesicht und konnte sich nicht rühren. Auch Hermann war nicht mehr da. Hühnchen hörte den Wind in den Wipfeln der Bäume. Der Leutnant war mitten in der Schneise hingestürzt. Er sprang rasch wieder auf.
Das ging alles sehr schnell. Hühnchen zerrte an dem Tornister, über dem die Gasmaske und das Gewehr hingen. Er brachte den Tornister nicht herunter.
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Die Schneise war leer. Aus dem Wald, hinter den Bäumen


