Der lange Würzburger warf seinen Tornister dicht neben den des Uhrmachers und ließ sich dort lauernd nieder. Hermann und Stackelberger tauschten ihre Meinungen darüber aus, was beim Umsetzen eines Ofens zu beachten sei.
Seit sie am Morgen scharfe Munition bekommen, hatte der Würzburger das Gruseln am hellichten Tag. Er war aufgeregt hr als sonst über die Kameraden, die n. Vor allem auf Hühnchen hatte
und ärgerte sich me nichts von ihm wissen wollte er eine Wut, und wie er jetzt dicht neben Hühnchens Tornister saß, überlegte er, ob er nicht dem windigen Uhrmacher einen Schabernack spielen könnte. Mit seinen schwarzen Knopf- augen sah er über Hühnchens Tornister hin, der schlecht ge- packt war. Die drei Handgranaten waren unter den Deckel geschnallt. Der Würzburger streckte seinen Arm aus und be- kam eine der Blechkapseln zwischen die Finger. Er sah jetzt zu Hühnchen hinüber, der auf Hermann lauschte. Hermann meinte, man müsse den Rost hoch genug setzen, damit die Luft richtig unterfassen könne.
„Ein guter Ofen“, warf der sparsame Stackelberger ein, „der muß nicht nur brennen, der muß auch die Hitze halten.“
Mit zwei Fingern schraubte der Würzburger die Blech- kapsel ab. Als sie ihm in die Hand fiel, lachte er. Der Unter- offizier würde Hühnchen recht hübsch den Marsch blasen, wenn er darauf kommen würde. Der Würzburger schob die Kapsel in die Tasche, dann zog er mit seinem Tornister hin- über zu einer anderen Gruppe.
Endlich wollte Hühnchen den Hermann fragen, aber der hörte wieder auf Stackelberger.
„Also den Spelt müssen wir ganz abgeben, bis auf das letzte Körnchen“, klagte der Bauer.„Den Raps natürlich auch. Aber der wird nicht viel auf unserem Acker. Dann ist ein bißchen Hopfen da. Früher hat der Wirt im Dorf selber ge- braut, und wir hatten unser Bier dafür. Jetzt verkaufen wir,
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