So mußten sie also sehen, wie sie die Dinger unterbrachten. Sie steckten sie entweder ins Koppel oder befestigten sie am Tornister. Sie marschierten weiter in die Berge hinauf. Oft auf schmalen Waldwegen, so daß einer hinter dem anderen gehen mußte. Trotz dem Winde blieb es grau. Schließlich merkten sie, daß sie nicht durch Nebel marschierten, sondern durch Wolken, die der Wind vom Tal her in die Berge hineinschob.
Stackelberger hatte am Morgen seinen Brief endlich aufgeben wollen, aber da war vom Feldwebel ein Befehl verlesen worden, der es den Soldaten bis auf weiteres verbot zu schreiben. Der Stackelberger hatte darum seinen Brief in der Tasche steckenlassen müssen, wo er schon recht zerknittert war. Der junge Bauer war darüber miẞgelaunt, denn in diesem Brief hatte er seinem Bruder angeraten, die Schweine nicht jetzt zu verkaufen, sondern damit zu warten. Er meinte nämlich, die Preise würden wohl anziehen. Sollte er schon in diesem verdammten Krieg zu Schaden kommen, so wollte er doch wenigstens verhindern, daß auch noch sein Bruder die Schweine herschenke. Es verdroẞ ihn, daß er seinen guten Rat nun mit sich in der Tasche herumschleppen mußte.
Der Stackelberger sagte zu Hermann:„ Ich möcht dir schon helfen, wenn du einen Ofen umsetzen mußt. Ich habe ja Erfahrung. Wir haben ihn dreimal umgesetzt; wenn es auch nichts geholfen hat, weil sie einen Filzhut in den Kamin gehängt hatten... Es war so ein breiter, wie ihn die Hamburger Zimmerleute tragen."
Während der Rast setzte sich Hühnchen dicht neben Hermann und den Bauern unter einen Baum. Er war sehr erregt und wollte Hermann etwas fragen. Hühnchen war ein frommer Katholik, und er glaubte, daß es unchristlich sei, Menschen totzuschlagen, obwohl viele Pfarrer den Krieg für notwendig hielten. Aber er kam nicht dazu, Hermann zu fragen.
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