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Stille um den Mann im dunklen Anzug. Scheu blinkte die Sonne zum Fenster herein. Der Pater preßte die Hände zum Gebet zusammen und fiel auf die Kniee. Seine Augen fanden die Einkehr, seine Sinne die Erleuchtung und den Trost und sein Herz schlug so gleichmäßig wie der Perpendikel der Ewigkeit. Und er sprach die Worte des Vaterunsers.
Dahinein wurde die Kammertür aufgerissen. Zwei SS Wachen standen im Eingang. Die Stahlhelmė blitzten wie Köpfe von Robotern, starr, leer und unheimlich. Die Fäuste der schwarzen Uniformen lagen auf den geöffneten Revolvertaschen wie Tatzen, die alles zerreißen.
Das sah Pater Victor wie eine abgründige Zeremonie. Um so lichter wurden seine Gedanken, um so heller sein Bewußtsein und um so fester wurden seine Schritte, als er den schwarzen Uniformen entgegenschritt. Wortlos, gebärdenlos, voll geheimen Feuers im geweihten Grund seiner priesterlichen Seele...
Es war nur eine Weile vergangen, als der Deutsche Schmidt zu Pater Victor in die Kammer gehen wollte. Er fand sie verschlossen. Auch der Gascogner oder sonst ein bekanntes Gesicht aus der Runde um den französischen Priester war nicht zu sehen.
Schmidt wartete einen Augenblick in dem Gang. Er konnte sich nicht erklären, wo der Pater war. Heute Morgen sollte eine Messe stattfinden. Die erste Pause hatte auch noch nicht begonnen. Ab Mittag war für den Pater Schicht, damit er sich den Ostermorgen für die große Messe freihalten konnte.
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