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Kontakte : Erzählung / von Alfred Mühr
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Hände,

krustig von Schwielen und Rissen, aber Hände voller Energie, auch jetzt am Abend, wo der Tag noch eine Prüfung anbot. Der Pater verschränkte seine Arme und steckte sie in die Ärmelfalten. Das war seine liebste Haltung, in sich ruhend und zu allem bereit.

,, Ich spreche, wie ich es fühle," sagte die Chef­sekretärin. Erregte Gedanken zogen über ihre Stirn, während ihre Augen scheu aufflammten und von jener Distanz blieben, die die Eigenart reflektierender Natu­ren ist.

,, Herr Gaillard, ich möchte Ihnen etwas zeigen," gestand die Chefsekretärin und eilte an den Schreib­tisch. Aus einem Fach zog sie zwei Briefe hervor, die sie an den runden Tisch brachte.

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, Wollen Sie indiskret sein?" mahnte der Pater in humorvoller Beschwörung.

Die Chefsekretärin riß die Hand von den Briefen, als wenn es darunter schwelte.

..Man behält nicht nur Liebesbriefe für sich," ver­suchte der Pater den Ernst des Vorganges zu besänf­tigen.

Die Chefsekretärin nahm die Briefe an sich und streckte sie ihm dann entgegen: ,, Lektüre für Sie, Herr Gaillard."

Der Pater staunte, ohne die Post anzunehmen: ,, Für mich?"

,, Nur für Sie. Hier kennt niemand die Briefe. Was bei uns an solcher Post einläuft, versinkt im Papier­korb. Nur ich habe sie gelesen. Sie müssen es wissen." ,, Mein Fräulein?"

,, Ja, Herr Gaillard. Das geht Sie an."

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