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Da hab ich tief ergriffen den Geist des Volks erkannt, Das, auserwählt zum Leiden, das Leid auch stets gekannt, Das sich aus Not und Elend, Verbannung, Fron und Haft, Noch immer hat erhoben mit ungeheurer Kraft.

Ich sah heut tausend Menschen verstörten Angesichts Und sab im Grau des Morgens den Strahl des ew'gen Lichts!

Am Samstagvormittag hatte ich dann Gelegenheit, in aller Ruhe mit Direktor Stahl zu sprechen. Er berichtete mir, daß er und der ganze Vorstand genau vor einer Woche die Liste der zur Deportation Eingeteilten erhalten hatten. Mit Entsetzen hatten sie gelesen, daß der zweite Vor­sitzende Hellinger, Fräulein Penz( die seit zwanzig Jahren in der jüdischen Gemeinde arbeitete und als einzige genaue Akten- und Archivkenntnis besaß) und die ganze Leitung des Heims in Berg a. L. mit darauf standen. Er habe darauf­hin sofort an die Reichsvereinigung der Juden Deutsch­ lands nach Berlin telephoniert und gebeten, bei der maẞ­gebenden Stelle der Spitzenorganisation der Gestapo Vor­stellung dagegen zu erheben. Am Donnerstag sei dann zu­rück telephoniert worden, daß drei Personen freigegeben würden, der Vorstand solle die Namen derer am Telephon nennen, die ihm am wichtigsten erschienen. Daraufhin habe er dann Hellinger, Fräulein Penz und meinen Namen ge­meldet, sei aber noch nicht ermächtigt worden, mit ihrer Befreiung zu rechnen. Den endgültigen Entscheid werde er wieder telephonisch am Freitagnachmittag- erhalten. Das sei denn auch geschehen; gleichzeitig sei mitgeteilt wor­den, daß die Gestapostelle im Sammellager telephonisch von Berlin zur Freistellung der genannten drei Personen Vollmacht hätte. Ich entschuldigte mich wegen meiner gestrigen Angriffe auf ihn. Er wehrte lächelnd ab: ,, Ich habe Sie gut verstanden; wer weiß, was ich an Ihrer Stelle getan hätte! Doch ich wollte noch wegen Ihres Koffers

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