nächsten Tagen zum Vertrauensarzt der Ortskrankenkasse bestellt werde, der entscheiden muß, was weiter aus mir werden soll.
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Unsere kleine Arbeitsgemeinschaft rechnet fest mit meinem Aufhören und ist traurig darüber. Wir haben uns wirklich sehr gut verstanden, unsere Franzosen inbegriffen, denen wir, soviel wir konnten, mit Lebensmitteln, vor allem Brot, halfen. Alle erzählten uns von ihrer Heimat, zeigten uns Bilder ihrer Familie und waren einmütig überzeugt, daß, trotz allen Siegen der Deutschen , die Alliierten den Krieg gewinnen würden. Wir hatten das Glück, in der letzten Zeit ,, Le Chapeau vert" als Aufseher zu haben. Da gab es auch oft etwas zum Lachen. Er versteht kein Wort Französisch, die Franzosen sprechen obwohl ich überzeugt bin, daß die meisten von ihnen schon eine ganze Menge gelernt haben kein Wort deutsch. Aber vieles ist ihnen wirklich unverständlich, besonders wenn ,, Le Chapeau vert" in seinem unverfälschten Bayrisch redet. So fragte mich Lucien, der Südfranzose, der die Bündelmaschine bedient, eines Tages: ,, Madame, que veut dire: Dagoumer?" Ich zuckte die Achseln, ich konnte mir absolut nicht denken, was er meinte. ,, Mais, Le Chapeau vert' dit cela souvent", fügte er hinzu. Da begann ,, Baby", die neben mir stand, zu lachen: ,, Ich weiß, was er meint:, Le Chapeau vert' ruft ihn oft zu sich und sagt dann: Da kumm her!" Lachend erklärten wir ihm den Sinn des ihm unverständlichen Wortes. Ein anderes Mal, als ,, Le Chapeau vert" einen der Franzosen ruhig schlafend auf einem Flachsberg gefunden hatte, kam er zu uns:„ Jetzt sagt's mir, wie hoaẞt: Du oiter Schlawiner auf französisch?" Leider reichten unsere Kenntnisse der französischen Sprache nicht aus, um diesen speziell bayrischen Ausdruck zu übersetzen.
Das Lager in Berg a. Laim ist inzwischen Wirklichkeit geworden, die ersten Insassen sind auf Befehl des Obersturmführers schon vor etwa acht Tagen eingezogen, obwohl noch keine Kücheneinrichtung existiert und auch sonst
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