Die Leute der Strafkompanie mußten die schwerste und schlimmste Arbeit verrichten; vor allem Arbeiten, die mit Lebensgefahr verbunden waren, wie etwa Sprengungen. Die Leute wurden wahrhaft zu Tod geschunden. In den Steinbruch mußten sie mit den Schubkarren im Laufschritt ziehen, schwere Steine auf dem Rücken tragen, doppelt geladene Loren schieben. Wenn die SS - Wachen irgendetwas bei einem zu beanstanden hatten, mußte er mit Steinen auf dem Rücken eine Stunde lang in einem Schlammloch im Kreise herumlaufen. Bei der unmenschlichen Behandlung gingen unverhältnismäßig viel Häftlinge ein. Wer keine eiserne Natur hatte, hielt es höchstens ein paar Monate aus. Es gab nur wenige, die ein Jahr oder mehr überstanden. Täglich Abgänge. Erfroren, verunglückt, vor Erschöpfung gestorben oder bewußtlos ins Revier gebracht ,,, auf der Flucht erschossen". Ein wilder Teufelskessel war jener Teil des Steinbruchs, wo die Strafkompanie beschäftigt wurde. Der Irrsinn der Verbrecher tobte sich dort unbegrenzt aus. Wenn der Steinbruch von Flossenbürg vom Blut der Erschlagenen und Ermordeten rot geworden wäre, hätte er weithin ins Land leuchten müssen, ein Fanal denjenigen, die vielleicht oder angeblich nicht gewußt haben, daß es Konzentrationslager gab, in denen Greuel geschehen sind.
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