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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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weder mit einer guten noch bösen Gedankenentwicklung etwas zu tun. Bei jedem menschlichen Wesen, dessen Gehirn in Ordnung ist, sind Kräfte am Werk, die sozusagen eine Art Oberaufsicht über seine Ge­dankenernte haben. Nur sie entscheiden, welche Gedanken zur Aus­sprache zugelassen werden. Dabei mag es vorkommen, daß dieser .Wache' Worte entschlüpfen, wie der Polizei manchmal Gefangene ent­fliehen. Natürlich herrscht im allgemeinen doch Ordnung in unserer Ge­hirnstation. Dennoch- gestehen wir es mutig ein eine Fülle unserer Denkerfolge würde uns gefängnis- oder irrenhausreif machen, wenn wir sie in aller Öffentlichkeit aussprächen. Die Naturkräfte allein sind an der Arbeit. Wer der Ansicht ist, daß Umgang und Erziehung unsere Gehirn­technik regeln helfen, muß sich damit abfinden, daß er sich irrt. Den Denkapparat helfen sie speisen, jedoch an seiner Technik und ihrer Funktion sind sie unbeteiligt. Ich wiederhole! Wäre der Mensch ob seiner unausgesprochenen Gedanken in Bezug auf Vergehen oder Verbrechen strafbar, wahrlich außer Gehirnkranken und Unmündigen müßte man die gesamte Menschheit einsperren. Unter der Sonne Gottes lebt kein Normaler, der sich gedanklich nicht des öfteren schon gegen die Gesetze vergangen hätte.

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Auch in Bezug auf Sitte und Moral haben meine Worte Geltung. Kein Geringerer als Jesus , der Stifter der christlichen Religion, muß das be­reits erkannt haben, wenn seine Bemerkung, daß derjenige, der ohne Fehl sei, den Stein werfen sollte, einen Sinn hat. Niemand warf den Stein... Es gab und gibt keine Unfehlbaren in dieser Welt!!!

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Wenngleich der Mensch allen anderen Geschöpfen wenigstens auf unserem Planeten- an Intelligenz weitaus überlegen zu sein scheint, ist er unvollkommen... Seit seiner frühesten Primitivität haben sich Gewohnheiten herausgeschält, die von der sogenannten kultivierten Welt, Zivilisation' genannt werden. Noch ist diese nicht beendet, und sie wird so lange im Fluß bleiben, wie das Menschengeschlecht unsere Erde bewohnt. In unserer Urzeit deren Zeitpunkt bis heute keiner mit Be­stimmtheit anzugeben vermochte, der nicht in das Gebiet der Phantasie flüchtete herrschte der Starke.

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Eine Tatsache, die sich im Verlaufe der Jahrtausende, Jahrhundert­tausende oder Jahrmillicnen fortsetzte. Der Schwache war dem Starken auf Gedeih und Verderb ausgeliefert... Vermutlich erkannten unsere Ahnen im Wandel der Generationen erst ganz allmählich den Unterschied zwischen Recht und Unrecht, so daß sie mit der Zeit allgemein gültige Regeln aufstellten, aus denen sich die Anfänge der Gesetze entwickel­ten...

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