Jetzt wandte sich der Präsident wieder an die Angeklagten:„ Sie haben den Ausführungen des Herrn Staatsanwaltes zugehört haben Sie zu erwidern?"
Angeklagter Nummer eins:
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,, Nach wie vor bin ich der Überzeugung: die Kollektivschuld besteht nicht."
Angeklagter zwei:
,, Auch ich gab bereits kund:, völlig schuldlos'... Und das antworte ich, so oft ich gefragt werde."
Angeklagter drei:
,, Wenn ich erkläre, nur beleidigt zu sein, mich sonst aber völlig frei von Schuld zu fühlen, so kann ich das nur wiederholen. Füge aber noch hinzu, daß die Ausführungen des Herrn Staatsanwaltes mir erneut klar zeigen, wie tief das Ansehen des deutschen Volkes untergraben ist."
Dr. Kreuschke: ,, Jedes Wort des Angeklagten Nummer drei ist nichts anderes als eine Verdrehung der Tatsachen, ein nach Goebbels 'scher Art und Schule aalglattes Sich- aus- der- Schlinge- ziehen- wollen. Das ist es ja, was die Welt zu spät erkannte, am sogenannten, deutschen Wesen'."
Der Verteidiger mischte sich ein: Herr Staatsanwalt, wenn ich während Ihres ganzen Plaidoyers kein einziges Wort sagte, so soll das nicht heißen, daß mir die Sprache verschlagen ist. Jedoch finde ich Ihre Worte, die Sie gegen den Angeklagten drei anwandten, von einer Härte, die der Sache nicht dient und unnötig ist. Bitte beleidigen Sie den Angeklagten nicht mehr. Den Herrn Schiedsgerichtspräsidenten möchte ich höflichst ersuchen, solche Ehrverletzungen zu unterbinden. Bisher ist die Schuld nur für den Herrn Staatsanwalt erwiesen. Das Urteil ist noch nicht gesprochen, und solange das in der Schwebe ist, sind diese vier Männer Angeklagte, aber keine Schuldigen..."
Der Präsident wies den Antrag ab, indem er sagte: ,, Ich kann in den Ausführungen des Herrn Anklagevertreters keinerlei Ehrverletzung erblicken. Er hat nur scharf gesprochen." Der Angeklagte Nummer vier kam zu Wort:
,, Bisher vollzog sich dieser Prozeß in dem Rahmen, in dem sich solche oder ähnliche Prozesse im allgemeinen vollziehen. Das soll jedoch weniger heißen, daß der Staatsanwalt sich an Worte halten muß, die nichts mit Schärfe zu tun haben. Aber was der Herr Anklagevertreter dieses Schiedsgerichts ins Feld führt, geht über alle Grenzen des Erträglichen hinaus. Daß wir unter uns Verbrecher hatten und noch haben, ist weiter nichts als ganz natürlich. Welches Volk hat keine? Der Herr
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