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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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bei, in der ein Bekannter am Fenster saß, der uns ins Lokal winkte. Er war in SA- Uniform, worüber wir lachten. Darauf sagte er ganz ruhigen Tones: ,, Lacht nur. Ihr Narren bekommt pro Woche RM 12.50 Stempel­geld pro Mann, und ich erhalte pro Tag RM 5.- von der Partei. Im übrigen bin ich genauso wenig ein Nazi wie Ihr Spötter." Er klärte uns auf. Einer meiner Brüder fragte ihn, was er denn für diese tägliche Ent­lohnung von fünf Mark leisten müßte. Ach, nur sonntags Aufmärsche machen und hie und da bei der besseren Bürgerschaft Fensterscheiben einwerfen, ein Dreh, der immer mit Erfolg den Kommunisten in die Schuhe geschoben wird. Manchmal auch in Reichsbanneruniform ver­kleidet auf den Straßen Radau verursachen, damit die Nachbarschaft ärgerlich wird. Alles leichtere Arbeit als Ihr denkt..." Zwei Wochen später waren meine Brüder SA- Männer. Durch Vermittlung der Indu­ strie- und Handelskammer bekamen alle drei als Auslandsmonteure bei einer Stettiner Maschinenfabrik einträgliche Posten. Sie wurden nach China beordert und konnten ihre Familien mitnehmen. Da sie nach dem Krieg als selbständige Unternehmer dort bleiben durften, so nehme ich an, daß sie sich nie politisch betätigt haben, denn sonst wären sie be­stimmt des Landes verwiesen worden."

Damit war die Vernehmung des Zeugen Schneider zu Ende. Jetzt kam der vierte deutsche Kriegsgefangene an die Reihe. ,, Bitte um Angabe von Namen, Alter, Religion, Wohnort, ob verhei­ratet und gegebenenfalls, wieviele Kinder Sie haben, ihres Berufes, so­wie des Namens der Truppe, der Sie angehörten, und in welchem Lande der Alliierten Sie kriegsgefangen waren."

,, Ich heiße Johann Heinrich Peter Lehnheißer, bin dreißig Jahre alt, evangelischer Religion, verheiratet und Vater zweier Kinder. Behei­matet bin ich in Arolsen, Waldeck. Von Beruf bin ich Buchdrucker. Als Soldat gehörte ich zum Infanterieregiment Nummer 82, das in Göt.ingen seinen Friedensstandort hatte. Seit 1943 befand ich mich in russischer Kriegsgefangenschaft."

,, Wo wurde der Zeuge gefangengenommen?" fragte der Präsident. ,, Im Osten", gab der Gefragte zur Antwort. ,, Der Osten ist groß. Wo kämpften Sie?"

,, Bei Warschau erhielt ich die Feuertaufe, später..." Hier unterbrach ihn der Präsident mit den Worten:

,, Das genügt vollständig. Sind Sie auch in der Stadt Warschau ge­wesen, so daß Sie uns von diesem Abschnitt etwas berichten können?" ,, Jawohl, Herr Präsident, wir lagen etwa drei Wochen in der Stadt Warschau im Quartier."

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